Verendete Wildvögel im Landkreis Oder-Spree: Warnung vor Aviärer Influenza
Heute ist der 2.03.2026 und die Stadt Storkow (Mark) informiert über eine besorgniserregende Entwicklung: Im Landkreis Oder-Spree wurden vermehrt verendete Wildvögel gefunden. Dies könnte auf witterungsbedingte Einflüsse oder ein verstärktes Auftreten der Aviären Influenza, auch bekannt als Vogelgrippe, zurückzuführen sein. Das Veterinäramt ist bereits aktiv daran beteiligt, Tierseuchen in Nutztierhaltungen zu bekämpfen und hat die Kommunen um Unterstützung bei der Bergung und Entsorgung der toten Vögel gebeten.
Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, bei Funden von verendeten oder krank wirkenden Wildvögeln umgehend den Landkreis zu informieren. Zudem sollte das Ordnungsamt der Stadt Storkow (Mark) kontaktiert werden, insbesondere wenn die Funde im Stadtgebiet liegen. Die Kontaktinformationen für das Ordnungsamt sind wie folgt: Telefon: 033678 68-464. Es ist wichtig zu beachten, dass das Ordnungsamt die Bergung und Entsorgung der Tiere in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt koordiniert.
Vorsichtsmaßnahmen und Meldungen
Bei der Entdeckung von verendeten Vögeln sollten einige wichtige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Tote Vögel sollten nicht selbst angefasst werden, und auch Haustiere wie Hunde sollten vom Fundort ferngehalten werden. Es empfiehlt sich, den unmittelbaren Bereich des Fundortes zu meiden, um eine mögliche Verbreitung von Krankheitserregern zu verhindern.
Die Situation ist nicht nur lokal bedenklich, sondern trägt auch zu einer überregionalen Problematik bei. In Niedersachsen wurden seit Anfang 2026 bereits mehr als 15 Ausbrüche der Geflügelpest (HPAI) festgestellt. Dies betrifft sowohl kommerzielle Geflügelhaltungen als auch Tierparks und private Haltungen. Im Jahr 2025 gab es über 200 HPAI-Ausbrüche in Deutschland, wobei vor allem kommerziell gehaltenes Geflügel betroffen war. Auch Wildvögel sind nicht verschont geblieben; über 2500 Wildvögel, insbesondere Kraniche und Wildgänse, waren betroffen.
Die Gefahren der Aviären Influenza
Aviäre Influenza, verursacht durch Influenza A-Viren der Subtypen H5 und H7, führt oft zu schweren Krankheitsbildern und hohen Todesraten. Kraniche zeigen dabei zentrale Nervensystemstörungen, eine Heilung ist in diesen Fällen nicht möglich. Angesichts der hohen Risiken für HPAIV H5-Einträge in Geflügelhaltungen und Vogelbestände wurden in einigen Landkreisen bereits Aufstallungen von Geflügel angeordnet. Es ist erwähnenswert, dass Impfungen von Geflügel gegen HPAI in Deutschland derzeit verboten sind, jedoch wird an einer Strategie zur Impfung gearbeitet.
Die Verantwortung im Umgang mit erkrankten Wildvögeln liegt nicht nur bei den Behörden, sondern auch bei jedem Einzelnen von uns. Die Empfehlungen zum Umgang mit erkrankten Wildvögeln sind klar: keine Berührung und Kontaktvermeidung sind das A und O. Das intensive Monitoring zur Früherkennung von Geflügelpest in Niedersachsen zeigt, wie ernst die Lage genommen wird.
Für weiterführende Informationen und aktuelle Entwicklungen empfiehlt es sich, relevante Quellen wie die Stadt Storkow (Mark) oder die Tierseucheninfo Niedersachsen zu konsultieren. Die Lage bleibt dynamisch und erfordert sowohl Aufmerksamkeit als auch verantwortungsvolles Handeln von uns allen.
