In Cottbus brodelt es! Der FC Energie ist auf dem besten Weg, wieder in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, der für die gesamte Region Brandenburg von enormer Bedeutung wäre. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat das schon längst erkannt und unterstreicht, wie wichtig der mögliche Erfolg für das ganze Land ist. Mit zwei verbleibenden Spielen in der 3. Liga – das Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden am 9. Mai und das letzte Saisonspiel am 16. Mai gegen Jahn Regensburg – könnte die Euphorie bald zur Realität werden. Aktuell steht Energie Cottbus auf einem hervorragenden zweiten Platz, direkt hinter dem bereits aufgestiegenen VfL Osnabrück. Ein spannendes Rennen, das die Fans in den letzten Zügen der Saison in Atem hält.

Der Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) wird beim vorletzten Spiel im Stadion sein und hat sich zwei Siege gewünscht, um den direkten Aufstieg zu sichern. „Der FC Energie Cottbus ist ein wichtiger Imageträger für unsere Stadt“, sagt Schick stolz. Und auch Brandenburgs Sportminister Gordon Hoffmann (CDU) plant, das letzte Heimspiel live im Stadion zu verfolgen. „Cottbus steht kurz vor einem möglichen Aufstieg“, so Hoffmann optimistisch. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus hebt hervor, dass ein Aufstieg positive wirtschaftliche Effekte mit sich bringen würde. Mit einem Blick auf die Saison 2024/2025, in der der SSV Ulm 1846 eine regionale Wertschöpfung von rund 66 Millionen Euro erzielte, wird deutlich, was auf die Stadt zukommen könnte.

Die Vergangenheit von Energie Cottbus

Doch der FC Energie hat nicht nur die Gegenwart fest im Blick. Die Geschichte des Vereins ist reichhaltig und eindrucksvoll. Zwischen 2000 und 2009 feierte der Klub mehrere Spielzeiten in der Bundesliga und stellte sogar einen Rekord auf, indem er mit einer Startelf ohne deutsche Spieler auflief. Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz, der für seine polarisierenden Ansichten bekannt ist, betont die außergewöhnlichen Leistungen des Klubs in der Vergangenheit. „Cottbus wurde durch den Fußball auf der Landkarte bekannter“, sagt er. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga in der Saison 2008/09 durchlebte der Verein eine turbulente Zeit, fiel sogar vorübergehend in die Regionalliga. Die Rückkehr in die 3. Liga in der Saison 2023/24 brachte jedoch neue Hoffnung, mit im Schnitt 8.000 Zuschauern bei den Heimspielen, die die Atmosphäre im Stadion zum Kochen bringen.

Wollitz sieht die Herausforderung nicht nur als sportliche, sondern auch als gesellschaftliche. Ein Aufstieg in die 2. Liga würde nicht nur dem Verein, sondern der gesamten Region Anerkennung und Euphorie bringen. „Wir brauchen mehr Präsenz von Ost-Klubs in der 3. Liga“, fordert er und spricht damit ein wichtiges Thema an. Die Leidenschaft und Loyalität der Fans sind unvergleichlich; sie stehen bedingungslos hinter ihrem Verein, auch in schwierigen Zeiten. Und das wird besonders deutlich, wenn man die Stimmung im Stadion erlebt, die von einem unerschütterlichen Zusammenhalt geprägt ist.

Profifußball als Wirtschaftsmotor

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Profifußballs sind nicht zu unterschätzen. Eine Studie von McKinsey zeigt, dass der Profifußball nicht nur ein Sport ist, sondern auch ein Wachstumsmotor der deutschen Volkswirtschaft. Jedes umgesetzte Euro durch die Clubs generiert im Schnitt zwei Euro Wertschöpfung in angrenzenden Bereichen. Rund 20.000 neue Vollzeitstellen entstanden im Profifußball, und das gesamte Ökosystem bot zuletzt fast 150.000 Stellen. Profifußball vereint verschiedene gesellschaftliche Gruppen und steht für verbindende Erlebnisse, Emotionen und soziales Engagement. Ein Aufstieg von Energie Cottbus könnte also nicht nur für die Fans ein Grund zum Feiern sein, sondern auch für die gesamte Region einen wirtschaftlichen Aufschwung bedeuten.

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Am 9. Mai, beim letzten Heimspiel, wird die gesamte Stadt gebannt auf das Geschehen auf dem Platz schauen. Was für ein Spektakel das wieder werden könnte! Oberbürgermeister Schick plant sogar, das letzte Spiel nicht im Stadion, sondern im Garten mit Freunden zu verfolgen – eine gemütliche Zusammenkunft, die die Vorfreude auf das, was kommen könnte, perfekt einfängt.