In Cottbus geht’s gerade drunter und drüber. Die Grüne Geschäftsstelle hat einen unschönen Vorfall erlebt: In der Nacht zum Freitag wurde eine Scheibe zertrümmert. Das Ganze geschah nur einen Tag nach einem mutmaßlichen Anschlag auf das alternative Wohnprojekt „Zelle 79“, wo Molotowcocktails geworfen wurden. Sogar eine Regenbogenflagge ist dabei verschwunden! Was da genau abläuft, bleibt unklar – sind die Vorfälle miteinander verbunden? Die Polizei ist jedenfalls am Ball, der Staatsschutz ermittelt und prüft einen politisch motivierten Hintergrund.

Mike Kess, der Sprecher des Landesverbands der Grünen, hat bereits eine Vermutung geäußert, dass hier politische Motive am Werk sein könnten. In der Zwischenzeit hat Daniel Scholz, der Chef der Cottbuser Grünen, den Angriff als feige bezeichnet. Er betont, dass die Grüne Geschäftsstelle trotz dieser Angriffe offen bleibt – ganz nach dem Motto: Lass dich nicht unterkriegen!

Ein besorgniserregender Trend

Andrea Lübcke, die Brandenburger Grünen-Bundestagsabgeordnete, sieht diesen Vorfall als Rückschlag für den notwendigen Strukturwandel. Es ist auffällig, dass die Aggression gegen alternative und queere Lebensweisen in den letzten Jahren zugenommen hat. Der Staatsschutz und die Mordkommission ermitteln nun wegen versuchten Mordes. Die Tatverdächtigen sind zwei schwarz gekleidete Männer, die von einer Anwohnerin gefilmt wurden. Die Polizei vermutet, dass sie aus dem rechtsextremistischen Spektrum stammen.

Die Situation in Cottbus ist kein Einzelfall. Die Sicherheitslage in Deutschland ist im Allgemeinen angespannt. Laut dem Bundeskriminalamt steigen politisch motivierte Straftaten auf ein alarmierendes Niveau. Im letzten Jahr wurden über 85.000 Fälle gezählt – ein Anstieg von 2%. Besonders auffällig ist der Anstieg von Hasskriminalität gegen queere Menschen. Die Zahl ist um 12,8% gestiegen. Das macht nachdenklich, oder? Die Gesellschaft scheint sich immer weiter zu polarisieren.

Ein Blick in die Zukunft

Die Aktionswochen zum Christopher Street Day (CSD) in Cottbus laufen bereits, der große Tag steht am 11. Juli an. Es wird spannend, wie sich die Stimmung in der Stadt entwickeln wird. Werden die Menschen sich trotz der Vorfälle solidarisch zeigen? Oder hat die Angst vor weiterer Gewalt das Überhand genommen? Die Sicherheitsbehörden sind jedenfalls alarmiert. Gerade die Mobilisierung von rechtsextremistischen Gruppierungen gegen die LSBTQIA+-Community wird immer lauter, und das lässt keinen kalt.

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In einem Klima, in dem Hass und Hetze florieren, ist es umso wichtiger, dass die Gemeinschaft zusammenhält. Die Cottbuser Grünen wollen sich nicht unterkriegen lassen, und das ist ein starkes Zeichen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Vorfälle nicht das letzte Wort haben und die Stadt sich als Ort der Toleranz und Offenheit behaupten kann. Die Zeichen stehen auf Veränderung, und es wird spannend zu sehen, wie sich alles entwickeln wird.