Am 26. Juni 2026 fand in Cottbus/Chóśebuz ein ganz besonderes Sommerfest statt, das die Herzen der Pflegefamilien höher schlagen ließ. Die Stadt nahm feierlich die Hoffnungskerze des Vereins Die Flamme der Hoffnung – The Flame Of Hope e. V. entgegen. Ein Symbol, das nicht nur für Licht und Wärme steht, sondern auch für die immense Bedeutung von Pflegefamilien in unserer Gesellschaft. Diese Familien bieten Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen ein stabiles Umfeld, fördern deren Entwicklung und begleiten sie auf dem Weg in eine sichere Zukunft.

Die Übergabe der Hoffnungskerze war mehr als nur ein feierlicher Moment; sie war ein Ausdruck von Wertschätzung. Dezernentin Eike Belle hob den unschätzbaren Beitrag der Pflegefamilien zur Stadtgesellschaft hervor. „Pflegefamilien sind wie Leuchttürme, die in stürmischen Zeiten Orientierung geben“, sagte sie und erntete damit nicht nur Beifall, sondern auch zustimmendes Nicken von den Anwesenden. Alexander Engelbert Petsch, Vorstand des Vereins, betonte zudem, dass Pflegefamilien Vertrauen und Geborgenheit bieten, was für die Kinder von unschätzbarem Wert ist.

Ein Zeichen der Solidarität

Die Hoffnungskerze ist nicht nur ein hübsches Lichtlein, sondern steht für Solidarität, Aufmerksamkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie wird in Kliniken, Schulen, Kirchen und bei Gedenkveranstaltungen entzündet und schafft so einen Raum für Familien, wo sie Halt finden können. Diese kleine Flamme signalisiert den betroffenen Familien, dass sie nicht allein sind, dass es Menschen gibt, die für sie da sind. Das Licht brennt für kranke Kinder, Kinder in schwierigen Lebenssituationen und verstorbene Kinder sowie deren Familien.

Die Flamme der Hoffnung fungiert als Stimme für diese Familien und trägt ihre Anliegen zu Entscheidungsträgern. Jeder, der eine Kerze entzündet, fügt dem Lichternetz ein weiteres Glied hinzu. Das ist ein ganz greifbares und unmittelbares Projekt, das Hoffnung verbreitet – man könnte fast sagen, es ist ein Lichtblick in dunklen Zeiten.

Der Bedarf an Pflegefamilien bleibt hoch

Dennoch gibt es auch ernüchternde Nachrichten. In Deutschland ist der Bedarf an geeigneten Pflegefamilien nach wie vor hoch. Allein in Baden-Württemberg waren im Jahr 2022 über 8.000 junge Menschen und 337 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Pflegefamilien untergebracht. Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, kontinuierlich auf diesen Bedarf aufmerksam zu machen und Familien zu ermutigen, sich als Pflegeeltern zur Verfügung zu stellen.

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Vereine wie der Paritätische Baden-Württemberg haben Initiativen gestartet, um auf die Notwendigkeit von Pflegefamilien hinzuweisen. Ihre Kampagne „das passt“ soll helfen, interessierte Familien zu informieren und zu gewinnen. Es gibt sogar eine Wanderausstellung zu diesem Thema, die durch die Region zieht und auf die unterschiedlichen Formen der Unterbringung in Pflegefamilien hinweist.

Die Übergabe der Hoffnungskerze ist somit nicht nur ein feierlicher Akt, sondern auch ein Aufruf an die Gesellschaft. Es ist eine Einladung, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und Teil eines Lichternetzes zu werden, das Menschen verbindet und Hoffnung wachsen lässt. Denn wo Menschen einander unterstützen, da gedeiht die Hoffnung.