Heute ist der 2.07.2026 und ich sitze hier in Cottbus, einer Stadt, die sich im ständigen Wandel befindet. Der Strukturwandel, der die Region Lausitz prägt, zieht nicht nur die Aufmerksamkeit der Politik und Wirtschaft auf sich, sondern auch die der Kirche. Vor kurzem war Kerstin Menzel mit Studierenden in Cottbus, Lauchhammer und Jänschwalde unterwegs, um die tiefgreifenden Veränderungen hautnah zu erleben.

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz hat sich in der Braunkohlekommission zu Wort gemeldet. Sie berichtet über die Auswirkungen des Strukturwandels auf die Menschen und setzt sich für die Belange derjenigen ein, die von diesen Transformationsprozessen betroffen sind. Pfarrerin Dorothee Land vertritt die kirchlichen Perspektiven im Braunkohlenausschuss und vernetzt diese mit den gesellschaftlichen Entwicklungen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Kirche sich als ein wichtiger Raum für Engagement und seelsorgliche Kompetenz wahrnimmt.

Ein Blick auf die Region

In Lauchhammer spüren die Bürger die Belastungen durch kommunale Finanzprobleme – ja, die Enttäuschung ist greifbar. Projekte, die die Lebensqualität verbessern könnten, werden behindert. Ein Bürgerforum, organisiert von ZDW und Barbara Hackenschmidt, versucht, den Dialog zwischen den Bürgern zu fördern und neue Ideen zu entwickeln. Im Gegensatz dazu ist Cottbus auf einem aufsteigenden Ast. Hier fließen Milliarden in die Stadt, die sich den Titel „Boomtown“ redlich verdient hat. Ein medizinische Universität und die Reparatur von ICEs stehen auf der Agenda, was die Region in ein neues Licht rückt.

Die demographischen Veränderungen sind jedoch nicht zu übersehen. Die Bevölkerung in Cottbus ist seit den 1990er Jahren von 130.000 auf 90.000 gefallen, aber sie steigt wieder. Da stellt sich die Frage: Was können wir tun, um die Region nachhaltig zu stärken? In dieser Hinsicht ist die Kirche ein wichtiger Partner, der sich für die Gemeinschaft stark macht und neue kirchliche Arbeitsformen in den Blick nimmt.

Dialog und Gemeinschaft

Dr. Vanessa Rau betont die Notwendigkeit von Allianzen mit anderen Minderheiten und integrierten Dialogformaten. Der Lausitzkirchentag 2028 wird ein Festival der Verständigung sein, das einen Raum für Austausch und Begegnung schaffen soll. In Jänschwalde berichten Ehrenamtliche von ihren Erfahrungen mit dem Strukturwandel und betonen die Bedeutung der Gemeinde als Ort der Gastfreundschaft und Gemeinschaft. Es ist berührend zu hören, wie Menschen in schwierigen Zeiten zusammenhalten und sich gegenseitig unterstützen.

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Markus Klein von demos berät zu rechtsextremen Vorfällen und fördert den Dialog zwischen verschiedenen Akteuren. Es ist wichtig, dass wir solche Stimmen hören und dem Unmut der Bürger, den die AfD geschickt für ihre Zwecke nutzt, etwas entgegensetzen. Die Kirche ist ein Raum, der diesen Dialog fördern kann und sollte!

Während die Exkursionsgruppe die neuen Wege in der kirchlichen Arbeit ergründet, bleibt die Frage, wie die Kirche weiterhin als soziale Institution agieren kann. Dr. Kerstin Menzel wird 2025 Lektorin für Praktische Theologie an der Universität Leipzig und wird sicherlich neue Impulse setzen, die auch hier in der Region spürbar werden.