In Cottbus ist die Stimmung nach dem Aufstieg in die Zweite Liga ziemlich ausgelassen. Claus-Dieter Wollitz, der Trainer von Energie Cottbus, ist zurück – und das bereits zum dritten Mal! Nach seinen vorherigen Amtszeiten von 2009 bis 2011 und 2016 bis 2019, wird er nun sein elftes Trainerjahr bei den Brandenburgern beginnen. Mit seinen 60 Jahren bringt er nicht nur Erfahrung, sondern auch eine klare Haltung mit: „Ich werde mich nicht ändern. Ehrlichkeit ist mir wichtig“, sagt er, während er sich gelegentlich entschuldigt, wenn eine seiner Aussagen etwas zu emotional ausfällt. Diese Authentizität kommt bei Spielern und Fans gut an.

Wollitz hat sich in den letzten Wochen mit anderen Trainern ausgetauscht, die ihm ihre Glückwünsche zum Aufstieg geschickt haben. Der Kontakt zu Ewald Lienen, seinem Trainer-Vorbild, ist ihm besonders wichtig. „Seine Demut und der Umgang mit Menschen beeindrucken mich“, gesteht er. Außerdem hat er die Aura von Tolga Cigerci hervorgehoben, der als junger Spieler nicht nur als Führungspersönlichkeit glänzt, sondern auch ältere Spieler mitnimmt. Das ist genau die Mentalität, die Wollitz sucht: „Wir brauchen Spieler, die mutigen Fußball spielen können.“

Auf die Rivalität und den VAR

Ein Blick auf die kommenden Spiele gegen St. Pauli, Hertha, Kaiserslautern und Dynamo Dresden lässt Wollitz strahlen. „Ich freue mich riesig!“, ruft er aus. Doch nicht nur der sportliche Wettkampf ist ihm wichtig. Er wünscht sich, dass die Rivalität auf dem Platz bleibt und Gewalt außerhalb des Stadions vermieden wird. Ein Thema, das in der heutigen Zeit mehr denn je relevant ist.

Was den Video-Assistenten (VAR) angeht, ist Wollitz ebenfalls optimistisch. „Die Kommunikation mit den Schiedsrichtern hat sich verbessert“, lobt er und hebt Schiedsrichter wie Tobias Reichel hervor. Entscheidungen zu akzeptieren, gehört für ihn zum Trainerleben dazu. Zudem hat er ein klares Saisonziel: Es geht nicht nur um den Tabellenplatz, sondern um die Einheit zwischen Fans und Mannschaft. „Das ist für mich das Wichtigste“, erklärt er und lässt dabei durchblicken, wie sehr ihm der Zusammenhalt am Herzen liegt.

Ein persönlicher Blick hinter die Kulissen

Privat hat Wollitz auch viel zu erzählen. Seit 36 Jahren ist er verheiratet – eine lange Zeit, die ihm viel Verantwortung gelehrt hat. Besonders die Geburt seines schwerstbehinderten Kindes hat ihn geprägt. „Das hat mich gelehrt, das Leben anders zu betrachten“, reflektiert er nachdenklich. Kochen kann er zwar nicht, aber beim Einkaufen ist er eine wahre Meisterleistung, und eine Vorliebe für Wein hat er auch.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Auf die Frage nach seinen Plänen für einen Aufstieg hat er schon eine Idee: eine Rolex für sich selbst! Und die Familie soll ebenfalls belohnt werden. Das klingt nach einem verdienten Geschenk für all die harten Trainingseinheiten und die emotionale Achterbahnfahrt, die ein Trainerleben mit sich bringt.

In Cottbus ist die Rückkehr von Wollitz also nicht nur ein sportliches Ereignis, sondern auch ein Stück persönliche Geschichte und ein Zeichen für die Wichtigkeit von Ehrlichkeit im Fußball. Gerade in einer Zeit, in der Trainerwechsel oft an der Tagesordnung sind, zeigt Wollitz, dass Beständigkeit und Menschlichkeit unschätzbare Werte sind. Die Frage bleibt, ob sein Weg auch langfristig zum Erfolg führt – denn in der Fußballwelt kann es schnell zu unvorhersehbaren Wendungen kommen.