Gestern Nacht hat sich einiges getan in der Welt des Kabelfernsehens. Vodafone hat die TV- und Radiofrequenzen in seinem Kabelnetz umgestellt – und das betrifft nicht nur ein paar Haushalte, sondern gleich rund 8,6 Millionen TV-Anschlüsse in über 400 Städten und Gemeinden. Die Umstellung ist Teil einer umfassenden Modernisierung des Kabelnetzes, die bis Mitte 2026 abgeschlossen sein soll. Ein kleiner Sendersuchlauf könnte also nötig sein, um sicherzustellen, dass alle gewohnten Sender auch weiterhin empfangen werden können.

Für die Region Calau, in der wir uns heute befinden, hat die Umstellung in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai stattgefunden. Die Kunden konnten sich auf eine neue Senderplatzierung im Basis-Paket freuen, die unter anderem Sender wie Das Erste HD, ZDF HD und viele mehr umfasst. Es bleibt also spannend, ob die Lieblingskanäle nach dem Umstieg noch genau so zu finden sind wie zuvor. Ein kurzer Blick in den Fernseher und ein manueller Sendersuchlauf könnten sich als ganz nützlich erweisen.

Die technischen Hintergründe

Aber warum das Ganze? Vodafone führt den „NorDig-LCN“-Standard ein, was bedeutet, dass die Sender nun mit fester logischer Kanalnummerierung übertragen werden. Das klingt erstmal kompliziert, vereinfacht aber die Senderorganisation erheblich. Außerdem wird die Umstellung von SD-Sendern auf das modernere Videokompressionsverfahren H.264 (MPEG-4 AVC) vollzogen, was die Bildqualität verbessern sollte. Die HD-Sender laufen bereits in diesem Format – da wird’s höchste Zeit, dass die SD-Sender nachziehen.

Für Nutzer von Vodafone-eigenen Geräten, wie der GigaTV Box, erfolgt die Umstellung automatisch. Wer jedoch einen Fremdreceiver oder einen direkt angeschlossenen Fernseher hat, muss selbst aktiv werden. Es wird empfohlen, die Geräte während der Umstellung nicht vom Strom zu trennen – und das ist verständlich, schließlich möchte man ja nicht mitten in der Nacht ohne Fernseher dastehen.

Was kommt auf uns zu?

Doch das ist erst der Anfang. Ab Juli 2025 wird Vodafone schrittweise eine neue Senderliste einführen. Die Umstellung wird in mehreren Wellen bis Anfang Juni 2026 erfolgen. Wer in Nordrhein-Westfalen oder Bayern lebt, hat bereits Termine bis zum 11. März 2026 im Blick, an denen die Umstellung stattfinden wird. Ein Blick auf die Liste zeigt, dass viele Regionen betroffen sind – von Krefeld über München bis hin nach Augsburg. Die Umstellung betrifft Millionen von Kunden, und die alten SD-Übertragungen in MPEG2 werden abgeschaltet. Das bedeutet, dass einige Sender nur noch in HD empfangbar sein werden.

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Doch keine Sorge – Vodafone hat die Kunden bereits per Brief, E-Mail und durch Hausaushang informiert. Auf ihrer Serviceseite finden sich auch Hilfestellungen zur Frequenzumstellung. Wer nach der Umstellung seine Sender vermisst, sollte einfach einen manuellen Sendersuchlauf durchführen und eventuell die Favoritenliste anpassen. Schließlich könnte der ein oder andere Sender in der neuen Programmübersicht etwas anders platziert sein.

Ein Blick in die Zukunft

Die technische Umstellung ist ein wichtiger Schritt hin zu einer verbesserten Fernseherfahrung. Mit über 100 digitalen Free-TV-Programmen und bis zu 60 HD-Sendern wird das Angebot in Zukunft noch bunter. Die Regionalsender und internationalen Kanäle sind ebenfalls Teil der neuen Liste. Und das Beste daran? Ein zusätzlicher Satelliten-Anschluss ist nicht nötig, da der Kabel-TV-Anschluss bereits im Angebot enthalten ist. Das ist doch mal ein Grund zur Freude!

Es bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Frequenzen auf die Zuschauererfahrung auswirken werden. Aber eines ist sicher: Ein bisschen Geduld und ein paar Klicks auf der Fernbedienung, und schon kann das Fernsehvergnügen nach der Umstellung weitergehen. Wer weiß, vielleicht wird das neue Fernseherlebnis sogar ein kleines Abenteuer, das uns die besten Abende des Jahres beschert.