Heilung der Vergangenheit: Kostenlose Traumaberatung für Betroffene politischer Verfolgung in Brandenburg
Heute ist der 22.07.2026 und in der Region Oberspreewald-Lausitz gibt es ein wichtiges Beratungsangebot, das vielen Menschen helfen könnte. Vom politischen Unrecht in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der DDR sind viele betroffen. Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur hat ein kostenloses und vertrauliches Beratungsangebot auf die Beine gestellt. Die Traumaberatung richtet sich an ehemals politisch Verfolgte und deren Angehörige, die unter den Nachwirkungen leiden, sei es psychisch oder physisch.
Am Montag, den 3. August, zwischen 13:30 und 18 Uhr, findet die Beratung in Senftenberg statt. Der Ort ist die Opferhilfe Land Brandenburg, im Ärztehaus an der Fischreiherstraße 2. Hier können Betroffene in einem geschützten Raum über ihre Erlebnisse sprechen und Unterstützung im Umgang mit den Folgen des politischen Unrechts und der Alltagsbewältigung erhalten. Anmelden kann man sich ganz unkompliziert unter der Telefonnummer 0331 237292-17 oder per E-Mail an traumaberatung@lakd.brandenburg.de. Und keine Sorge – wer möchte, bleibt anonym.
Weitere Beratungsangebote
Der 6. August führt die Beratungsreihe nach Potsdam, und am 7. August ist Neuruppin an der Reihe. Es ist erfreulich zu sehen, dass seit Oktober 2021 die Möglichkeit zur Traumaberatung besteht. Diese Erweiterung zeigt, wie wichtig es ist, Menschen, die unter den Schatten der Vergangenheit leiden, eine Plattform zu bieten. Die Beratungen finden in einem geschützten Raum statt, was für viele Betroffene ein beruhigendes Gefühl sein kann. Denn über das, was einem widerfahren ist, zu sprechen, kann schon eine große Hürde sein. Wie oft hört man von den inneren Kämpfen, die Menschen führen, die mit ihrem Erlebten nicht abschließen können?
Die Beratungen sind nicht nur anonym, sondern auch kostenlos. Wer also einen Termin in Anspruch nehmen möchte, sollte sich rechtzeitig anmelden. In der Aufarbeitungsbehörde in Potsdam wird am 2. Februar von 12 bis 16:30 Uhr ebenfalls Unterstützung angeboten. Ein Anruf unter 0331-23729215 oder eine E-Mail an traumaberatung@lakd.brandenburg.de genügt, um einen Platz zu reservieren. Es ist wichtig, dass Menschen sich nicht allein fühlen mit ihren Erfahrungen – hier gibt es die Möglichkeit, Hilfe zu finden.
Eine wichtige Initiative
Die Initiative zur Traumaberatung ist ein Zeichen, dass die Vergangenheit nicht vergessen werden soll. Gerade in einer Zeit, in der wir oft das Gefühl haben, dass die Geschichte weit entfernt ist, ist es umso wichtiger, dass wir uns mit den Folgen des politischen Unrechts auseinandersetzen. Es geht nicht nur um die Aufarbeitung, sondern auch um die Heilung der Wunden, die viele auch Jahrzehnte später noch spüren. Das Angebot in Senftenberg und anderen Städten ist eine wertvolle Gelegenheit für all jene, die in ihrem Alltag belastet sind und Unterstützung brauchen.
Ich hoffe, dass viele den Weg zu diesen Beratungen finden, denn manchmal ist es einfach nur nötig, mit jemandem zu reden – um die innere Last ein Stück weit abzugeben. Und wer weiß, vielleicht kann der ein oder andere dabei auch neue Perspektiven für sich entdecken. In diesem Sinne – auf eine gute Beratungszeit!
