Heute ist der 24.04.2026 und ein neuer Abschnitt für den Sedlitzer See beginnt. Ab sofort ist das Baden am Seestrand Lieske offiziell erlaubt! Diese erfreuliche Nachricht wurde von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) übermittelt. Zudem dürfen in Teilbereichen auch Boote und Wassersportgeräte den See befahren. Ein Schritt, der die Freizeitgestaltung in der Region erheblich bereichern wird. Die Allgemeinverfügung, die diese Regelung festlegt, wurde am 23. April 2026 vom Landratsamt Oberspreewald-Lausitz veröffentlicht und ist im Amtsblatt Nr. 11/2026 einsehbar.
Der Sedlitzer See, der aus dem ehemaligen Braunkohletagebau Sedlitz hervorgegangen ist, erstreckt sich über eine Wasserfläche von rund 1.330 Hektar und ist das größte künstliche Gewässer im Lausitzer Seenland. Er wird über drei schiffbare Kanäle mit benachbarten Seen verbunden, was zahlreiche Wassersportmöglichkeiten eröffnet. Die Freigabe wurde von Robert Crumbach, dem Minister für Infrastruktur und Landesplanung, als ein bedeutender Meilenstein für die Region bezeichnet.
Ein Ort für Erholung und Abenteuer
Am Seestrand Lieske erwartet die Besucher eine gut ausgebaute Infrastruktur: Es gibt einen Aussichtspunkt, einen Spielplatz, Sanitärgebäude sowie barrierefreie Zugänge zum Strand über Treppen und Rampen. Ein Parkplatz mit Wohnmobilstellplätzen sorgt zudem für eine bequeme Anreise. Die Gastronomie kommt auch nicht zu kurz – der Imbiss „Roststätte“ am Aussichtsturm „Rostiger Nagel“ und ein mobiler Imbiss am Strand bieten kulinarische Köstlichkeiten für zwischendurch.
Ab dem 29. Juni 2026 wird der Ilse-Kanal, der Sornoer Kanal und der Rosendorfer Kanal für die Schifffahrt freigegeben, was die Möglichkeiten für Bootsfahrten und andere Wassersportaktivitäten weiter erhöht. An der Mündung des Sornoer Kanals kann man von einem Aussichtsturm den Blick über den Sedlitzer See und die angrenzenden Gewässer genießen – ein Anblick, der zum Verweilen einlädt.
Nachhaltige Entwicklung und touristisches Potenzial
Die LMBV hat sich der Normalisierung der wasserwirtschaftlichen Verhältnisse in ehemaligen Bergbauregionen verschrieben. Die Flutung der Tagebaurestlöcher, wie hier am Sedlitzer See, ist ein zentrales Thema, das viele Vorteile mit sich bringt: Es verbessert die Wasserqualität und verkürzt die Flutungszeit, sodass die Seenlandschaften schneller nutzbar werden. Die Flutung erfolgt durch Fremdwasser und aufsteigendes Grundwasser, was die Notwendigkeit reduziert, sauren Wasserbedingungen entgegenzuwirken.
Insgesamt entstehen im Lausitzer Seenland 23 Bergbaufolgeseen mit einer Gesamtwasserfläche von 14.000 Hektar, die durch schiffbare Kanäle miteinander verbunden werden. Diese Entwicklung fördert nicht nur den Tourismus, sondern auch die Naherholung in der Region. Die ersten schwimmenden Häuser und Tauchschulen sind bereits sichtbare Zeichen dieser touristischen Infrastrukturentwicklung.
Die Freigabe des Sedlitzer Sees ist also nicht nur ein Schritt in Richtung mehr Freizeitmöglichkeiten, sondern auch ein wichtiger Meilenstein in der nachhaltigen Entwicklung der Region. Freuen wir uns auf unvergessliche Tage am Wasser!