In einem bedeutenden Schritt für die Energiewende in Deutschland hat die Green Hedge Infra GmbH ihr 100-MW-Batteriespeichersystem in Senftenberg an Econergy International Ltd. verkauft. Diese Transaktion, deren Abschluss für Juni 2025 geplant ist, unterstreicht die wachsende Bedeutung von Großspeichern, die zur Stabilisierung der Netze und zur Integration erneuerbarer Energien beitragen sollen. Adrien Lebrun, Managing Director von Green Hedge, bezeichnet den Verkauf als wichtigen Meilenstein für das Unternehmen und die Branche insgesamt.

Die finanziellen Details der Transaktion wurden nicht veröffentlicht, jedoch ist der Fokus auf netzstabilisierende Systemdienstleistungen und die Unterstützung fluktuierender erneuerbarer Erzeugung klar. Flexible Anlagen wie groß angelegte Speicher sind entscheidend für die Dekarbonisierung und die Systemausbalancierung in Deutschland. Rechtsberatung erhielt die Green Hedge Infra GmbH von Osborne Clarke Deutschland, während JLL als Transaktionsberater fungierte.

Wachsende Bedeutung von Batteriespeichersystemen

Deutschland wird voraussichtlich auch 2025 eine zentrale Rolle im Bereich der Batteriespeichersysteme (BESS) spielen. Die starke politische Unterstützung, Anreize durch Netzentgeltbefreiungen und ein zunehmendes Interesse von Investoren treiben den Markt an. Besonders hervorzuheben sind die Marktsegmente: Heimspeicher, industrielle Speicher und Großspeicher. Heimspeicher, die über einen maximalen Speicher von 30 kWh verfügen, machen aktuell etwa 85 % der Neuinstallationen aus, während Großspeicher mit einer Kapazität von mindestens 1.000 kWh eine prognostizierte jährliche Wachstumsrate von 31 % aufweisen.

Die Bedeutung von Großspeichern wird durch ihre Fähigkeit zur Bereitstellung von Regelleistung und zur Unterstützung der Integration erneuerbarer Energien weiter erhöht. Im Jahr 2024 wuchs der Bestand an Batteriespeichern in Deutschland um rund 50 Prozent, wobei auch die Kapazität der Großspeicher mit 2,8 GWh zum Gesamtbestand beiträgt. Diese Speicher werden zunehmend für den Stromhandel genutzt, was die Relevanz der neuen Kapazitäten unterstreicht.

Der Blick in die Zukunft

Die zukünftigen Anwendungen für Großspeicher könnten die Integration von Photovoltaik- und Windparks sowie das Energiemanagement an großen Industriestandorten umfassen. Die Entwicklung hin zu modernen, leistungsstarken Systemen, die als Vier-Stunden-Systeme konzipiert sind, ist bereits in vollem Gange. Derzeit wird der größte Batteriespeicher Deutschlands mit einer Leistung von 103,5 Megawatt und einer Kapazität von 238 Megawattstunden in Bollingstedt (Schleswig-Holstein) erwartet, der im März 2025 ans Netz geht.

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Die Stromspeicher-Strategie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) unterstützt den Bau von Stromspeichern, auch wenn es derzeit keine staatlichen Förderungen für deren Bau gibt. Dennoch bleibt das Investitionspotenzial in diesem Bereich enorm, da die Nachfrage nach stabilen und flexiblen Energiespeicherlösungen weiter steigt.

Für weiterführende Informationen zur Transaktion und zur Entwicklung im Bereich der Batteriespeichersysteme können Sie die vollständigen Berichte unter Osborne Clarke und EY einsehen sowie den Fortschritt auf der Webseite des BMWE verfolgen.