In Senftenberg stehen spannende Veränderungen bevor, denn am 29. Oktober 2025 hat der kontrollierte Rückbau der alten Brücke über die Schwarze Elster stattgefunden. Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg (LS) in Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk (THW) führt eine umfassende Untersuchung durch, die für zukünftige Projekte von großer Bedeutung ist. Wie Niederlausitz Aktuell berichtet, geht es dabei nicht nur um den Rückbau selbst, sondern auch um die wissenschaftliche Auswertung der Bauwerksbedingungen und das Training von Einsatzabläufen im Bevölkerungsschutz.

Unter den Anwesenden waren Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, sowie Mike Koehler, Vorstandsvorsitzender des LS. Sie betonten die Bedeutung des Projekts für die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Straßenbau, Forschung und Katastrophenschutz. Schließlich ist dieses Vorhaben Teil des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Projekts AISTEC-PRO, das sich mit der Sicherheitsbewertung von Infrastrukturbauwerken befasst.

Technische Innovationen und dringender Handlungsbedarf

Die alte Brücke aus den 1980er Jahren hat erhebliche Schäden, die hauptsächlich durch Spannungsrisskorrosion verursacht wurden. Ihre Tragfähigkeit wurde im Jahr 2023 auf 40 Tonnen begrenzt, weshalb eine Behelfsbrücke als Umfahrung zur Verfügung steht. Der Ersatzneubau einer modernen Einfeldrahmenkonstruktion läuft seit Juli 2025 und soll bis Oktober 2026 fertiggestellt werden. Die Untersuchung wird dabei durch moderne Technologien unterstützt: Laserscanner, Drohnen und ein elektronisches Monitoring-System kommen zum Einsatz, um das Materialverhalten unter realen Bedingungen zu beobachten.

Das THW führt zudem vom 27. bis 30. Oktober eine Übung im Rahmen von AISTEC-PRO durch. Ziele dieser Übung sind das Testen von Methoden zur Beurteilung von Infrastrukturbauwerken im Katastrophenfall sowie die Simulation eines Teilabsturzes mit einer Brückenhälfte als Testfläche. Rund 40 Angehörige des THW, darunter Drohnenpiloten und Baufachberater, sind dabei aktiv beteiligt.

Digitalisierung der Bauwerksprüfung

Apropos zukünftige Lösungen: Ein zentraler Aspekt der AISTEC-PRO-Initiative besteht in der Digitalisierung der Bauwerksprüfung und der Erhaltung strategischer Maßnahmen. Wie IB Probst erläutert, zielt das Projekt darauf ab, effiziente Erhaltungsstrategien für Bauwerke zu entwickeln. Dabei kommen innovative Datenanalysemethoden und digitale Bild- sowie Sensortechnologien zum Einsatz.

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Die Kernaufgaben der Ingenieurbüro Probst GmbH umfassen die praktische Erprobung und Validierung von neuen Prüfmethoden an realen Bauwerken in Deutschland. Besonders wichtige Aspekte sind die Entwicklung automatisierter Prüfverfahren mit Künstlicher Intelligenz (KI) und der Einsatz von Drohnen zur Erfassung hochauflösender Bilder. Diese digitalen Technologien versprechen nicht nur eine höhere Objektivität, sondern auch Zeit- und Kostenersparnis bei der Überwachung von Bauwerken.

Die Ergebnisse dieser wertvollen Zusammenarbeit werden dabei nicht nur lokal, sondern deutschlandweit in den Wissenstransfer im Bereich Infrastruktur- und Bevölkerungsschutz einfließen und neue Maßstäbe setzen. Gemeinsam machen LS und THW damit einen großen Schritt in eine sichere Zukunft für Brandenburg.