Im Herzen von Forst (Lausitz) wird das Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz am 23. April 2026 einen besonderen musikalischen Abend veranstalten. Unter dem Titel „Wo soll ich landen – Musikalische Erinnerung an Gundermann“ setzt das Museum seine beliebte Reihe „Theater im Museum“ fort. Gerhard Gundermann, der von 1955 bis 1998 lebte, war nicht nur ein talentierter Liedermacher und Rockpoet, sondern auch ein Baggerfahrer, dessen markante Künstlerpersönlichkeit tief in der Lausitzer Kultur verwurzelt ist. Gundermann thematisierte in seinen Liedern zentrale Aspekte wie Herkunft, Arbeit, Zweifel und Hoffnung, und seine bekanntesten Titel, darunter „Hier bin ich geboren“ und „Frühstück für immer“, sind auch heute noch in aller Munde.

Die Aufführung wird von den Künstlern Matthias Manz, Jan Schönberg und Mirko Warnatz gestaltet, die bekannte Songs mit biografischen Elementen verbinden und Gundermann als einen vielschichtigen und widersprüchlichen Künstler präsentieren. Die Veranstaltung findet im historischen Ambiente des Museums statt, das den perfekten Rahmen für diesen intensiven Liederabend bietet. Der Einlass beginnt um 18:30 Uhr, während die Aufführung um 19:30 Uhr startet und etwa 1 Stunde und 30 Minuten dauern wird. Tickets sind für 28 Euro im Vorverkauf erhältlich, ermäßigt für 22 Euro. Sie können im Forster Museum, in der Touristinformation Forst (Lausitz) sowie online erworben werden. Es sei darauf hingewiesen, dass die Veranstaltung ohne Platzkarten stattfindet.

Ein Blick auf Gundermanns Erbe

Gerhard Gundermann wäre am 21. Februar 2025 70 Jahre alt geworden, ein Anlass, der in seiner Heimatstadt Hoyerswerda gebührend gefeiert werden soll. Von 20. bis 23. Februar 2025 plant die Kulturfabrik Hoyerswerda eine Reihe von Veranstaltungen zu Ehren Gundermanns. Dazu gehören unter anderem eine Gesprächsrunde mit seiner Witwe Conny Gundermann und Mitgliedern der „Brigade Feuerstein“, sowie ein Café-Konzert mit dem Paul Bartsch-Akustik-Trio. Trotz seiner umstrittenen Figur in Hoyerswerda bleibt Gundermann eine wichtige Identifikationsfigur für viele Ostdeutsche, und seine Lieder sind nach wie vor in Deutschland und Europa beliebt. Sie wurden in mehrere Sprachen übersetzt und werden weiterhin aufgeführt.

Es ist bemerkenswert, dass es in Hoyerswerda bislang keine Straße oder Schule gibt, die nach Gundermann benannt ist. Dies liegt an der fehlenden Einigkeit über sein Erbe. Dennoch ist sein musikalisches und kulturelles Erbe unbestreitbar und wird durch Veranstaltungen wie den kommenden Liederabend im Forster Museum lebendig gehalten. Gundermann gilt als Kritiker der DDR und hat mit seinen Werken die gesellschaftlichen und politischen Strömungen seiner Zeit reflektiert. Die Veranstaltung im Forster Museum ist somit nicht nur ein Tribut an Gundermann, sondern auch eine Gelegenheit, sich mit der Geschichte und den Herausforderungen der Lausitz auseinanderzusetzen.

Für weitere Informationen zu dieser Veranstaltung und zur Reihe „Theater im Museum“ besuchen Sie bitte die Webseite des Museums hier und die detaillierten Veranstaltungsinformationen hier.

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Für eine tiefere Auseinandersetzung mit Gundermanns Leben und Werk sowie den aktuellen Veranstaltungen zu seinem Gedenken besuchen Sie auch die Berichterstattung über die Feierlichkeiten in Hoyerswerda hier.