Heute ist der 4. Mai 2026 und in der Region Spree-Neiße gibt es einen Grund zur Freude! 19 angehende Hebammen haben im Frühjahr ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und stehen nun bereit, ihre wertvollen Fähigkeiten in die Welt zu tragen. Diese Absolventinnen kommen sowohl aus der klassischen Ausbildung, die noch parallel angeboten wurde, als auch aus dem neuen akademischen Studiengang. Hier wird die Hebammenausbildung schrittweise auf ein Studium umgestellt, das künftig ausschließlich akademisch erfolgen wird. Ja, ein spannender Schritt in die Zukunft!
Ein paar spannende Zahlen gefällig? Im Jahr 2025 hatten 13 Absolventinnen ihre Prüfungen bestanden, 2023 waren es 14 im akademischen Bereich und fünf aus der fachschulischen Ausbildung. Aktuell sind rund 580 Hebammen in Brandenburg tätig, davon etwa ein Viertel freiberuflich. Ein bemerkenswerter Anstieg, wenn man bedenkt, dass in den Brandenburger Geburtskliniken 2024 bereits 273 Hebammen beschäftigt waren – eine Zahl, die sich seit 2010 mehr als verdoppelt hat! Ein echter Aufschwung!
Die Rolle der Hebammen
Hebammen sind mehr als nur Fachkräfte. Sie begleiten Frauen während der aufregenden Zeit der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett. Ihre Aufgaben sind vielfältig und reichen von der Beratung und Betreuung über die Durchführung notwendiger Untersuchungen bis hin zur selbstständigen Leitung von normalen Geburten. Sie sind es, die den Geburtsvorgang überwachen, Komplikationen frühzeitig erkennen und im Bedarfsfall einen Arzt hinzuziehen. Ein Hoch auf die Hebammen, die in diesen entscheidenden Momenten einen kühlen Kopf bewahren!
Sie sind auch die, die Geburtsvorbereitungskurse leiten und frischgebackene Eltern in Fragen der Säuglingspflege und -ernährung unterstützen. Nach der Geburt kümmern sie sich um die Wöchnerin und das Neugeborene und dokumentieren alles Wichtige. Die individuelle Lebenssituation und die besonderen Bedürfnisse der Frauen werden dabei stets berücksichtigt. Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die viel Empathie und Fachwissen erfordert.
Akademische Ausbildung und Zukunft
Seit 2023 erfolgt die Ausbildung von Hebammen bundesweit ausschließlich auf akademischer Grundlage. In Brandenburg bieten zwei Hochschulen – die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg und die Hochschule für Gesundheitsfachberufe Eberswalde – Studiengänge in Hebammenwissenschaften an. Diese Studiengänge sind dual angelegt, und die Absolventen schließen mit dem Bachelor of Science (B.Sc.) ab. Wer sich für diesen Beruf interessiert, benötigt entweder das Abitur oder eine dreijährige Pflegeausbildung. Auch die persönliche und gesundheitliche Eignung sowie ausreichende Deutschkenntnisse sind Voraussetzung.
Die ersten Absolventinnen des neuen Studiengangs werden für 2027 erwartet, und die letzten klassischen Hebammenschulen in Brandenburg laufen in diesem Jahr aus. Ein echter Wendepunkt! Gesundheitsminister René Wilke hat die Entwicklung der Hebammenausbildung bereits positiv bewertet. Ziel ist es, eine stabile und flächendeckende Versorgung mit Hebammenleistungen in Brandenburg zu gewährleisten. Und genau das ist wichtig, denn Hebammen sind ein unverzichtbarer Teil der Gesundheitsversorgung.
Ein Blick in die Zukunft
Mit 20 Krankenhausstandorten mit aktiver Geburtshilfe in Brandenburg ist die Grundlage für eine gute Versorgung gelegt. Doch die Herausforderungen bleiben. Die Nachfrage nach Hebammen wächst und es wird kontinuierlich daran gearbeitet, die Ausbildung weiter zu optimieren. In einer Zeit, in der die Gesellschaft sich ständig wandelt, bleibt auch die Rolle der Hebammen nicht stehen. Sie sind gefordert, sich weiterzubilden und den sich verändernden Bedürfnissen der Familien gerecht zu werden.
Was bleibt, ist die Vorfreude auf die neuen Hebammen, die bald ihre Arbeit aufnehmen werden – in Geburtskliniken, Arztpraxen oder freiberuflich. Wir sind gespannt und wünschen den 19 Absolventinnen viel Erfolg auf ihrem Weg. Die Zukunft der Hebammen in Brandenburg sieht vielversprechend aus!