In der Lausitz tut sich was! Am 20. Februar 2026 wird das geplante Kupferbergwerk in Spremberg zum Thema zahlreicher Diskussionen und Analysen. Die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg hat nun den verbindlichen Untersuchungsrahmen für die Raumverträglichkeitsprüfung festgelegt. Dies ist ein bedeutender Schritt, denn die Kupferschiefer Lausitz GmbH ist nun gefordert, alle erforderlichen Gutachten und Fachunterlagen zu erstellen. Das offizielle Prüfverfahren kann allerdings erst beginnen, wenn diese Unterlagen vollständig vorliegen.
Ein zentrales Anliegen der Landesplanung ist die gründliche Analyse aller raumbedeutsamen Aspekte des Projekts. So muss die Vorhabenträgerin darlegen, wie das Bergwerk geplant ist, welche Flächen in Anspruch genommen werden und wie das Projekt in die bestehende Raumstruktur integriert werden soll. Besonders gefordert wird eine transparente Darstellung der Auswirkungen auf bestehende und geplante Nutzungen in der Region, einschließlich einer ersten Einschätzung der Folgen für Umweltgüter. Hierbei wird ein Schwerpunkt auf den Wasserbedarf sowie das betriebliche Wassermanagement gelegt. Auch mögliche Bodensenkungen und deren Auswirkungen auf die Infrastruktur, Flächen und Anwohner müssen in der Untersuchung berücksichtigt werden.
Antragskonferenz und Öffentlichkeitsbeteiligung
Am 24. November 2025 fand eine Antragskonferenz in Cottbus statt, bei der mehr als 20 Organisationen, darunter Behörden und Naturschutzverbände, ihre Hinweise einbrachten. Diese Beteiligung ist entscheidend, denn nach Beginn der Prüfung haben Behörden, Kommunen, Verbände und Bürger die Möglichkeit, Stellungnahmen zu den Unterlagen abzugeben. Die Landesplanung wird dann eine landesplanerische Beurteilung erstellen, die veröffentlicht wird. Erst danach folgt das bergrechtliche Genehmigungsverfahren beim Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe.
Das geplante Projekt umfasst nicht nur den untertägigen Kupferabbau in den Abbaufeldern Spremberg/Grodk und Graustein, sondern auch den Bau von Aufbereitungsanlagen. Interessanterweise wurde im Rahmen eines Raumordnungsverfahrens bereits festgestellt, dass die Rohrleitungstrassen für den Transport der Mineralstoffe als raumverträglich bewertet werden. Allerdings müssen dabei strenge Auflagen beachtet werden, um negative Auswirkungen auf Oberflächen- und Grundwasser zu vermeiden.
Auswirkungen und Herausforderungen
Ein zentrales Ergebnis des Raumordnungsverfahrens war die Bewertung der Mineralstoffverwahrung im Randschlauch des Tagebaus Nochten und im Bergbaufolgesee, die unter bestimmten Auflagen als raumverträglich gilt. Allerdings kann die Raumverträglichkeit der Mineralstoffverwahrung im Spreetaler See nicht bestätigt werden. Diese unterschiedlichen Bewertungen zeigen die Komplexität und die Herausforderungen, mit denen das Projekt konfrontiert ist.
Die Kupferschiefer Lausitz GmbH plant, das Kupferbergwerk an der Landesgrenze zwischen Brandenburg und Sachsen im Erlaubnisfeld Spremberg-Graustein-Schleife zu errichten. Doch mit dem Abbau von Kupfererz sind auch Fragen zur Entsorgung oder Deponierung von Rückständen verbunden, wobei vier mögliche Standorte in Betracht gezogen werden, darunter zwei in Sachsen. Der Transport dieser Rückstände soll über Rohrleitungen zu den Deponiestandorten erfolgen.
Insgesamt wird die Raumverträglichkeitsprüfung die überörtlichen und raumbedeutsamen Auswirkungen des Projekts bewerten müssen. Dies ist ein wichtiger Schritt, bevor das Projekt in die nächste Phase des Genehmigungsverfahrens eintreten kann. Die Landesplanung rechnet damit, dass die Prüfung nicht vor Ende 2026 beginnen kann, was eine längere Wartezeit für alle Beteiligten bedeutet.
Für weitere Informationen und einen tieferen Einblick in die Entwicklungen rund um das Kupferbergwerk in Spremberg können Interessierte die Quellen hier und hier nachlesen.
Die Aufgaben, die vor der Kupferschiefer Lausitz GmbH liegen, sind vielfältig und erfordern eine sorgfältige Planung und Ausführung, um sowohl die wirtschaftlichen als auch die ökologischen Belange der Region zu wahren.