Heute ist der 23.02.2026 und wir blicken auf eine positive Entwicklung für die Fernwärmeversorgung in Spremberg. Die Stadtwerke Spremberg haben gemeinsam mit der LEAG einen Folgevertrag unterzeichnet, der die langfristige Sicherheit der Fernwärmeversorgung bis zum 31.12.2037 garantiert. Diese Vereinbarung tritt am 01.05.2026 in Kraft, nachdem der bisherige Liefervertrag am 30.04.2026 ausläuft. Die Wärme wird weiterhin aus dem Kraftwerk Schwarze Pumpe geliefert, wobei bis 2030 eine schrittweise Umstellung auf CO2-arme Technologien vorgesehen ist.
Der neue Vertrag reagiert auf die gesetzlichen Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes und bietet Planungssicherheit für die Stadt Spremberg. Ein wichtiger Aspekt der Vereinbarung ist die flexible Fahrweise des Kraftwerks. Bei wirtschaftlichen Gründen können ölbetriebene Hilfskessel die Fernwärmeversorgung übernehmen, um den Betrieb und den Start der Hauptanlagen zu sichern. Diese Einigung ist das Ergebnis intensiver Verhandlungen und zielt darauf ab, die Stadtwerke auf dem Weg zu einer dekarbonisierten Wärmeversorgung zu unterstützen.
Die Wärmewende im Kontext
Die Entwicklungen in Spremberg sind Teil einer viel größeren Initiative, die als Wärmewende bekannt ist. Diese wird durch die Kommunale Wärmeplanung (KWP) unterstützt, die es Ländern und Kommunen ermöglicht, die Wärmeversorgung strategisch auf erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme umzustellen. Die Wärmepläne der Kommunen werden regelmäßig aktualisiert, um sich den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Auch die Bundesregierung hat zahlreiche Förderprogramme zur Dekarbonisierung der Wärme eingerichtet, wie etwa das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEW) und das Gebäudeenergiegesetz (BEG).
Die nationalen Klimaziele sind im Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) festgelegt, das darauf abzielt, den Gebäudebestand bis 2045 treibhausgasneutral zu gestalten. Jährliche Berichterstattungen über den Stand der Treibhausgasemissionen sind Teil dieses Prozesses. Das Umweltbundesamt untersucht die Treibhausgas-Projektionen, um die Zielerreichung des KSG zu gewährleisten und Vorschläge zur Umsetzung des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Abkommens zu unterbreiten. Auf EU-Ebene wurden ebenfalls wichtige Regularien und Gesetzesinitiativen zur Transformation des Wärmeverbrauchs und der Wärmeversorgung verabschiedet.
Ein Blick in die Zukunft
Die langfristige Sicherung der Fernwärmeversorgung in Spremberg zeigt, dass die Stadt auf dem richtigen Weg ist, um die Herausforderungen der Wärmewende zu meistern. Die fortschreitende Modernisierung der Fernwärmeversorgung bis 2037 wird nicht nur den lokalen Bedürfnissen gerecht, sondern trägt auch zur Erreichung der nationalen Klimaziele bei. Die Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken und der LEAG ist ein Beispiel dafür, wie kommunale Akteure gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft arbeiten können.
Für weitere Informationen über die Wärmewende und die aktuellen Entwicklungen in Spremberg können Sie die vollständigen Artikel auf Radio Cottbus und Umweltbundesamt nachlesen.