In Bernau, wo die Luft nach frischem Grün riecht und das Zwitschern der Vögel zur Melodie des Alltags gehört, gibt es Grund zur Freude. Die Entsiegelungsmaßnahmen am Steintor und am Bahnhofsvorplatz sind abgeschlossen – ein großer Schritt in Richtung einer lebendigeren Stadt! Und jetzt wird der Platz rund um das Wolf-Kahlen-Museum in der Grünstraße aufgebrochen. Über 50 Quadratmeter versiegelte Fläche verwandeln sich in eine blühende Oase. Wer hätte das gedacht? Ein Steinplatz wird zur Pflanzfläche umgestaltet, mit einer kleinen Baumscheibe, die sich auf stolze 55 Quadratmeter vergrößert hat. Das Ziel? Ein klarer Fall: Aufwertung des Platzes und gleichzeitig eine Klimaanpassungsmaßnahme.

Diese Umgestaltung läuft schon seit gut einem Jahr und zeigt, wie wichtig es ist, gerade in Gebieten mit hohem Hitze-Handlungsbedarf aktiv zu werden. In Zusammenarbeit mit dem Infrastrukturamt wird hier nicht nur ein schöner Platz geschaffen, sondern auch ein Stück Natur zurückgeholt. Die heimischen Pflanzen wie Wiesensalbei, gewöhnliche Schafgarbe und Wiesenflockenblume haben bereits ihren Platz gefunden. Und das ist erst der Anfang! Geplant sind noch ein Bienensandarium sowie Totholz und Steine für Kleinstlebewesen. Es ist eine Initiative, die dem natürlichen Klimaschutz dient, indem sie Regenwasser versickern lässt und die Luft kühlt.

Ein Teil des großen Ganzen

Diese Maßnahmen in Bernau stehen nicht allein. Sie sind Teil des Projekts „StadtGrün naturnah“ und fügen sich in die Deutsche Klimaanpassungsstrategie 2024 ein, die am 11. Dezember 2024 beschlossen wurde. Diese Strategie stellt erstmals messbare Ziele für die Klimaanpassung in Deutschland auf – ein echter Meilenstein! Die 33 Ziele und 45 Unterziele sollen vor allem bis 2030 erreicht werden. Dabei wird kein zusätzlicher bürokratischer Aufwand für Bürger oder Unternehmen geschaffen, was die Sache umso sympathischer macht.

In der Strategie finden sich wichtige Cluster wie Infrastruktur, Stadtentwicklung und Wasser. Ein Ziel könnte nicht passender sein: die Verbesserung der Widerstandsfähigkeit des Bodens gegenüber den Folgen der Klimakrise. Das bedeutet unter anderem, dass unversiegelte Flächen und gesunde, lockere Böden geschaffen werden müssen. Ein ganz konkretes Unterziel ist die langfristige Sicherung verfügbarer Wasserressourcen – ein Thema, das uns alle betrifft, besonders in Zeiten von Hitze und Trockenheit.

Wasser ist Leben

Die Notwendigkeit, Klimaschutz und Klimaanpassung parallel zu verfolgen, wird immer klarer. Deutschland steht vor gewaltigen Herausforderungen: Hitze, Trockenheit, Starkregen und Überschwemmungen sind keine Seltenheit mehr. Bis 2050 könnten volkswirtschaftliche Schäden von 280 bis 900 Milliarden Euro drohen! Umso wichtiger ist es, dass Kommunen wie Bernau aktiv werden und ihr Grünflächenmanagement verbessern. Die Bürger werden nicht nur durch Blumenbeete erfreut, sondern auch durch ein funktionierendes Warnsystem, das Leben retten kann.

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Zusätzliche Initiativen, wie der Hitzeschutzplan für Gesundheit des Bundesgesundheitsministeriums, zeigen, dass die Politik auf Hochtouren arbeitet. Auch die Städtebauförderung wird aufgestockt, um mehr Mittel für Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen bereitzustellen. Und das alles fließt in die Diskussionen auf der UN-Klimakonferenz im Herbst 2023 ein – ein Thema, das uns alle angeht.

In Bernau wird also nicht nur gepflanzt, sondern auch an der Zukunft gewerkelt. Die Stadt trägt seit 2023 das Silber-Label für ökologisches Grünflächenmanagement und zeigt eindrucksvoll, wie lokal gehandelt werden kann, um globalen Herausforderungen zu begegnen. Ein Schritt nach dem anderen, und wir sind gespannt, was als Nächstes kommt!