Eberswalde gedenkt der Holocaust-Opfer: Kranzniederlegung am 27. Januar
Am 27. Januar 2026 wird die Stadt Eberswalde erneut zum Ort des stillen Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Die Gedenkveranstaltung findet am Mahnmal für die Opfer der Gewaltherrschaft an der Eberswalder Straße im Ortsteil Finow statt. Bürgermeister Götz Herrmann lädt alle Bürger:innen ein, um gemeinsam um 11 Uhr der unermesslichen Tragödien zu gedenken, die während der dunkelsten Kapitel der Geschichte, insbesondere des Holocaust, geschehen sind. eberswalde.de berichtet, dass dieser Tag auf den Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz zurückgeht, der seit 1996 als nationaler Gedenktag anerkannt ist. Seither ist es Brauch, in vielen Städten, einschließlich Eberswalde, Kränze niederzulegen und der Toten zu gedenken.
Die Tragweite dieses Gedenktags ist besonders in diesem Jahr relevant, da am 27. Januar 2025 bereits der 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz gefeiert werden kann. duesseldorf.de weist darauf hin, dass auch in Düsseldorf eine Vielzahl von Veranstaltungen geplant ist, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller wies darauf hin, dass die Erinnerungen an die Befreiung und die damit verbundenen Gräuel im Kontext des aktuellen Rechtsextremismus und Antisemitismus dringlicher sind denn je.
Gedenken als gesellschaftliche Pflicht
Die Gedenkveranstaltungen sind nicht nur ein Zeichen des Respekts gegenüber den Opfergruppen, sondern auch ein Appell an die heutige Gesellschaft, wachsam zu bleiben. Der ASB hebt hervor, dass über 1,1 Millionen Menschen in Auschwitz ermordet wurden, und erinnert an die Notwendigkeit, die Lehren aus der Vergangenheit zu bewahren. Knut Fleckenstein, der Bundesvorsitzende des ASB, betont immer wieder, dass die Mahnung an das Leid, das von Deutschen ausging, nie in Vergessenheit geraten darf. asb.de berichtet auch über die spezifische Betroffenheit von Samariterinnen und Samaritern während der NS-Zeit, deren Verfolgung auch die Werte des ASB bis heute beeinflussen.
Das stille Gedenken wird in Eberswalde von einer Tradition begleitet, die seit Jahrzehnten besteht. Wer sich an diesen bewegenden Momenten beteiligt, trägt zur kollektiven Erinnerung und zum Erhalt der Demokratie bei. In Zeiten, in denen Extremismus wieder hoch im Kurs steht, ist es von Bedeutung, zusammenzukommen und für eine offene Gesellschaft einzutreten.
Das Gedenken an die Opfer des Holocaust und der NS-Diktatur wird nicht nur in Eberswalde, sondern auch in vielen anderen Städten ein zentrales Thema der kommenden Monate sein. Damit bleibt die Erinnerung wach und wird lebendig gehalten – in unseren Herzen und in den Gesprächen, die wir führen.
