Am 25. November 2025 wurde in Eberswalde ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt. Anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt an Frauen versammelten sich zahlreiche engagierte Bürger:innen, um auf diese drängende Problematik aufmerksam zu machen. Die Veranstaltung fand vor der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde statt und wurde vom FrauenNetzwerk Barnim organisiert.

Die Anwesenden, darunter Dr. Sylvia Setzkorn, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Barnim, und Prof. Dr. Mattias Barth, der Hochschulpräsident, hissen ein Banner mit der kraftvollen Botschaft „Wir sagen NEIN“. Diese Aktion soll ein klares Zeichen gegen die Verharmlosung von Gewalt gegen Frauen setzen. „Wir müssen das Thema auf die Agenda setzen“, sagte Kurth, der Landrat von Barnim.

Aktionen zur Sensibilisierung

Ein zentrales Element der Veranstaltung war die Aktion „Wäscheleine“, die die Teilnehmer:innen bereits am Morgen durchführten. Hierbei wurden Zahlen und Fakten zur geschlechtsspezifischen Gewalt sichtbar gemacht. Zudem erinnerte eine pinkfarbene Bank von der Lebenshilfe Barnim an das italienische Projekt „La Panchina Rossa“. Diese Bank wird an verschiedenen Orten in der Stadt aufgestellt, um auf die Gewalterfahrungen von Frauen und Mädchen hinzuweisen.

Die Veranstaltung in Eberswalde zielt nicht nur darauf ab, das Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen zu schärfen, sondern auch den Austausch über Gleichberechtigung und Respekt zu fördern. Ein weiteres Highlight ist die Ausstellung „Gemeinsam gegen Sexismus“, die noch bis zum 10. Dezember im Rathaus Eberswalde zu sehen ist. Diese Ausstellung besteht aus 12 Plakaten, die verschiedene Facetten des Themas beleuchten und die Besucher:innen dazu anregen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Die dramatische Lage in Deutschland

Eine neue Studie, die im Rahmen des Berichts „Monitor Gewalt gegen Frauen“ vom Deutschen Institut für Menschenrechte veröffentlicht wurde, zeigt die drastischen Zahlen der geschlechtsspezifischen Gewalt in Deutschland. Allein im Jahr 2024 verloren 308 Frauen aufgrund solcher Gewalttaten ihr Leben. Diese erschreckenden Statistiken lösen regelmäßige Diskussionen aus und verdeutlichen den Handlungsbedarf.

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Gerade in der heutigen Zeit müssen wir uns verstärkt für den Schutz und die Rechte von Frauen einsetzen. Neben den lokalen Aktionen seitens des FrauenNetzwerks Barnim sind auch Informations- und Beratungsangebote in umliegenden Städten, wie Bernau bei Berlin, von Bedeutung. Dort fanden ebenfalls Veranstaltungen statt, darunter Filmabende und Diskussionsrunden.

Für Betroffene steht bundesweit das Hilfetelefon unter 0800-116016 rund um die Uhr bereit – eine wertvolle Anlaufstelle, die in 18 Sprachen Unterstützung bietet. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass jede Frau, die Hilfe benötigt, diese auch erhält.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der 25. November nicht nur ein Tag der Mahnung ist, sondern auch ein Aufruf zum Handeln. Die engagierten Menschen in Eberswalde erklären klar: Gewalt gegen Frauen ist nicht zu akzeptieren!