Am Samstag, dem 7. März 2026, findet im Paul-Wunderlich-Haus die 974. Ausgabe von „Guten-Morgen-Eberswalde“ statt. Diese Veranstaltung wird vom MONAS Kollektiv präsentiert, das sich mit akustischen Kunstwerken und visuellen Notationen zu Mooren beschäftigt. Die Veranstaltung ist das Ergebnis einer einwöchigen Versuchsreise ins Oderbruch und wird in Kooperation mit der Eberswalder Hochschule für nachhaltige Entwicklung durchgeführt. Hierbei kommen Künstler, Dozenten und Studenten verschiedener Fachdisziplinen zusammen, um neue Impulse im gesellschaftlichen Diskurs zu setzen.
Das MONAS Kollektiv, geleitet von dem Musiker Kurt Holzkämper und dem Wissenschaftler Hubert Wiggering, verbindet Kunst und Wissenschaft auf innovative Weise. Die realisierten Formate umfassen Klanginstallationen, Tanzperformances, Videoinstallationen sowie Kollaborationen mit Bildhauern. Zudem gab es bereits spannende Auftritte, wie „Moore hören“ 2025 auf der EXPO in Osaka und 2024 im Rahmen des Caspar David Friedrich Jubiläums in Greifswald. In der offenen Werkstatt des Kollektivs stoßen immer wieder neue Akteure temporär dazu, wie die Künstlerinnen Uta Steinhardt und Heike Walk. Mehr Informationen zur Veranstaltung sind im Veranstaltungskalender der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH zu finden.
Kultur und Digitales Erzählen im Oderbruch
Parallel zur Veranstaltung im Paul-Wunderlich-Haus wird das Projekt „Digitales Erzählen stärken – Kunst trifft Kirche“ vorgestellt, das im Jahr 2024 das Jahresthema „Kirche im Oderbruch“ behandelt. Ziel des Projekts ist der Aufbau einer digital verfügbaren Sammlung zu den zehn Kirchen im Oderbruch, die Teil des Netzwerks Kulturerbe Oderbruch sind. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren wird die digitale Erzählkompetenz gestärkt, und die Ergebnisse fließen in eine Digitalstrategie für das Oderbruchmuseum ein.
Besonders bemerkenswert ist das Geläute der Kirchenglocken, das als akustische Signatur der Landschaft dient. Zu jeder Glocke wurde eine Aufnahme, ein Bild und ein kurzer Text erstellt, die im digitalen Archiv des Oderbruchmuseums geordnet nach Kirchen aufgerufen werden können. Interessierte finden diese Informationen unter oderbruchmuseum.de.
Das Oderbruch: Ein europäisches Kulturerbe
Das Oderbruch liegt an der deutsch-polnischen Grenze in Ostbrandenburg und ist der größte besiedelte Flusspolder Europas. Der Name setzt sich aus „Oder“ (Fluss) und „Bruch“ (zeitweilig überschwemmtes Gebiet) zusammen. Das Gebiet hat sich über ein komplexes Grabensystem zu einem Lebensraum für rund 60.000 Menschen entwickelt und wurde 2022 als erste Kulturlandschaft Europas mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet.
Es gibt über 40 Kulturerbe-Orte im Oderbruch, die kulturelle Highlights und Veranstaltungen bieten. Dazu zählen beispielsweise das Oderbruchmuseum in Altranft, das Einblicke in die Kultur und Geschichte der Region gewährt, sowie geplante Veranstaltungen wie die Saisoneröffnung im Oderbruchmuseum am 7. März 2026. Weitere Highlights sind die Ausstellungseröffnung „Sylvia und Albrecht Brendel“ am 14. März 2026 und das Deutsch-Polnische Erntedankfest am 4. Oktober 2026. Ein kostenloser Reiseführer mit dem Titel „Schau ins Bruch“ ist im Museum und an Tourist-Informationen erhältlich. Weitere Informationen sind auf der Website des Kulturerbe Oderbruch zu finden.