Inklusion in Eberswalde: Adventsbasar mit handgefertigten Geschenken!
In Eberswalde wird es am 2. Dezember weihnachtlich! Von 11 bis 13 Uhr präsentieren Werkstätten für Menschen mit Behinderung im Berufsinformationszentrum kreative Geschenkideen und Dekorationen. Das Besondere an diesem Adventsbasar ist, dass er nicht nur eine festliche Atmosphäre bietet, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur Inklusion leistet. Beteiligt sind unter anderem die Stephanus Stiftung Templin, die Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH Biesenthal, die Lebenshilfe gGmbH Eberswalde, die Uckermärkischen Werkstätten sowie das Angermünder Bildungswerk. Es sind handgefertigte Produkte zu erwerben, die sich perfekt für die bevorstehenden Feiertage eigenen.
Diese Veranstaltung fällt in die Aktionswoche der Bundesagentur für Arbeit, die vom 28. November bis 5. Dezember unter dem Motto „Inklusion bringt weiter“ läuft. Während dieser Woche gibt es digitale Informationsveranstaltungen, bei denen Arbeitgeber und die Arbeitsagentur sich über Unterstützungsmöglichkeiten austauschen können. Hierbei stehen vor allem Fördermöglichkeiten für Unternehmen und Beschäftigungsanreize für Arbeitsuchende mit Handicap im Fokus. Die Agentur für Arbeit Eberswalde nimmt zusätzlich am „Inklusiven Arbeitgeber-Frühstück“ mit einer Jobbörse in Prenzlau teil. Ein nötiger Schritt, denn im Oktober waren im Agenturbezirk Eberswalde 646 Menschen mit Schwerbehinderung ohne Job, was die Notwendigkeit solcher Initiativen unterstreicht.
Teilhabemöglichkeiten verbessern
Die Teilhabe am Arbeitsleben ist für Menschen mit Behinderungen gesetzlich verankert – sie haben einen Rechtsanspruch (§§ 33 Abs. 8, 102 Abs. 4 SGB IX). Das Deutsche Rote Kreuz bietet zahlreiche regionale Angebote zur Teilhabe, darunter Werkstätten, die speziell für Menschen konzipiert sind, die aufgrund ihrer Behinderung nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten können. Die Werkstätten fördern sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Teilnahme am Arbeitsleben. Junge Menschen haben oft Schwierigkeiten, nach der Schule einen Ausbildungsplatz zu finden. Berufsbildungswerke unterstützen sie dabei, den Übergang ins Berufsleben zu meistern.
Trotz dieser Maßnahmen bleibt die Erwerbsquote bei Menschen mit Behinderung deutlich hinter dem Durchschnitt zurück. Menschen mit Schwerbehinderung haben eine Arbeitslosenquote von 11,5% im Vergleich zu 7% in der Gesamtbevölkerung. Stigmatisierung, psychische Belastungen, und Bedenken von Arbeitgebern hinsichtlich der Leistungsfähigkeit sind häufige Barrieren. Das ist nicht nur eine Herausforderung für die Betroffenen, sondern beeinflusst auch die Wirtschaft insgesamt, da qualifiziertes Personal dringend benötigt wird.
Ein Blick in die Zukunft
Die UN-Behindertenrechtskonvention von 2009 hat klare Vorgaben zur gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben formuliert. Um den Wandel zu schaffen, benötigen wir diverse Maßnahmen: vom Trainingsangebot über betriebliche Vorschriften bis hin zu sozialstaatlichen Hilfen. Gerade in Zeiten der Digitalisierung müssen wir darauf achten, dass wir nicht nur digitale Chancen nutzen, sondern auch Risiken der Exklusion vermeiden.
Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember erinnert uns daran, dass es noch viel zu tun gibt, um eine inklusivere Gesellschaft zu schaffen. Veranstaltungen wie der Adventsbasar in Eberswalde sind ein Schritt in die richtige Richtung – sie zeigen nicht nur die Produkte talentierter Menschen mit Behinderung, sondern auch deren Fähigkeiten und Potenzial. Machen Sie mit und unterstützen Sie diese wertvollen Initiativen!
