Klarheit beim Müll: Barnimer Wohnungsbau setzt auf Abfalltrennung!
Was tut sich in Barnim? Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Stadtverband Eberswalde geht mit gutem Beispiel voran und hat ihre Mülleinhausungen jetzt mit praktischen Abfalltrennhilfen der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft (BDG) ausgestattet. Dieses Vorhaben ist Teil der groß angelegten Kampagne „Jut für den Kreislauf – Der Barnim trenniert für’s Klima“, die uns alle an die wichtige Aufgabe der Abfalltrennung erinnern soll, wie barnim.de berichtet.
Tino Pompetzki, der Betriebsleiter der BDG, erklärt, dass es nicht nur um die Bereitstellung von Materialien geht. Viele Vermieter haben Rückmeldungen gegeben, die zeigen, dass bei den Mietern große Unsicherheiten in der Abfalltrennung herrschen. Diese Unklarheiten möchten die BDG und die AWO nun gezielt beseitigen. Durch die kostenlose Bereitstellung von Informationsmaterialien, die auch in mehreren Sprachen angeboten werden, sollen Mieter im Alltag besser unterstützt werden. Jana Klawitter, ebenfalls bei der AWO tätig, betont, dass eine geordnete Abfalltrennung nicht nur zu einem saubereren Wohnumfeld führt, sondern auch dazu beiträgt, die Kreislaufwirtschaft nachhaltig zu fördern.
Die Wurzeln der Abfallwirtschaft
Wussten Sie, dass die Abfallwirtschaft in Deutschland eine lange Geschichte hat? Die ersten gesetzlichen Grundlagen wurden bereits im 19. Jahrhundert geschaffen, als der Zusammenhang zwischen unzureichender Stadthygiene und Krankheiten wie Cholera offensichtlich wurde. Das führte schlussendlich zu einem geordneten Ablauf in der Abfallentsorgung. Die erste bundeseinheitliche Regelung, das Abfallbeseitigungsgesetz von 1972, legte den Grundstein für das, was wir heute als Kreislaufwirtschaft kennen. Zentrale europäische Vorgaben, wie die aktualisierte EU-Abfallrahmenrichtlinie von 2018, und das 2020 novellierte Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) zeigen, dass der Trend zur Abfallvermeidung und -verwertung unaufhaltsam voranschreitet, wie umweltbundesamt.de erläutert.
Und während sich die Abfallwirtschaft kontinuierlich weiterentwickelt, hat sich auch das Netto-Abfallaufkommen in Deutschland zu einem bemerkenswerten Faktor entwickelt – jährlich fallen rund 350 Millionen Tonnen Abfall an. Besonders der Bau- und Abbruchabfall macht mit etwa 60 Prozent den größten Teil aus, gefolgt von Siedlungsabfällen mit 14 Prozent und gefährlichen Abfällen mit circa 5 Prozent.
Ein klarer Blick auf die Abfalltrennung
Die BDG verfolgt mit ihrem neuerlichen Aufklärungsangebot klare Ziele. Durch die Bereitstellung von Druckdateien für Flyer und Infotafeln, die in den Mülleinheiten angebracht werden, sollen vorrangig Großwohnanlagen angesprochen werden. Der Schwerpunkt liegt darauf, viele Bürger zu erreichen und das Trennverhalten nachhaltig zu verbessern. Denn die getrennte Sammlung ab 2015 für Altpapier, Altglas, Kunststoffabfälle und Bioabfälle ist nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung, sondern auch ein essenzieller Bestandteil des modernen Abfallmanagements, wie auch die Daten zur Abfallwirtschaft von destatis.de zeigen.
Die Rückmeldungen bis jetzt sind vielversprechend. Die Initiative wird nicht allein durch die BDG, sondern in beruhigender Kooperation mit verschiedenen Wohnungsgesellschaften vorangetrieben. Mit dieser gemeinschaftlichen Anstrengung soll nicht nur das Trennverhalten der Mieter optimiert werden, sondern auch ein dazu beitragender langfristiger Nutzen sowohl für die Umwelt als auch für die wirtschaftlichen Aspekte des Wohnraums erzielt werden.
Ein saubererer Stadtteil? Das ist möglich! Mehr Informationen zu diesem spannenden Thema finden interessierte Leser auf den verlinkten Webseiten. Zeigen wir als Gemeinschaft, dass Abfalltrennung nicht nur Pflicht, sondern auch Chance ist!
