Sternsinger besuchen Barnim: Segensaktion gegen Kinderarbeit 2026
In einer festlichen Atmosphäre besuchten heute die Sternsinger der Katholischen Kirchengemeinde Sankt Peter und Paul das Paul-Wunderlich-Haus, den Verwaltungssitz des Landkreises Barnim. Landrat Daniel Kurth empfing die jungen Gesandten und zollte ihnen seinen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz. Die Kinder sangen fröhliche christliche Lieder und brachten den Segensaufkleber „Segen 20*C+M+B+26“ an, der für den traditionellen Segenswunsch „Christus mansionem benedicat“ steht und damit die Umstände in den Haushalten segnet.
Die diesjährige Aktion, die die 68. Auflage der Dreikönigssingen darstellt, steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Damit möchten die Sternsinger auf ein gravierendes Problem aufmerksam machen: Kinderarbeit, die weltweit schätzungsweise rund 138 Millionen Kinder im Alter von fünf bis 17 Jahren betrifft, davon 54 Millionen unter besonders ausbeuterischen und gesundheitsschädlichen Bedingungen. Diese Kinder werden von Schulen abgehalten und sind oft in gefährlichem Umfeld tätig. Produkte aus Kinderarbeit finden auch ihren Weg in deutsche und europäische Märkte, ein Umstand, der aufgrund der weltweit vernetzten Lieferketten zunehmend in den Fokus rückt.
Engagement gegen Kinderarbeit
Die Sternsingeraktion hat sich zum Ziel gesetzt, die Rechte dieser Kinder auf Schutz und Bildung in den Vordergrund zu rücken. „Schule statt Fabrik“ fordert einen klaren Appell an die Gesellschaft und die politischen Verantwortlichen, sich für die Beendigung von Kinderarbeit stark zu machen. Es gilt, stärkere Schul- und Sicherungssysteme zu etablieren, die verhindern, dass Eltern aufgrund wirtschaftlicher Not ihre Kinder zur Arbeit schicken müssen. Dirk Bingener, Präsident des katholischen Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, betont die Verantwortung von Unternehmen, ihre globalen Lieferketten transparent zu gestalten und auf faire Produktionsbedingungen zu achten. Hierbei sind auch die Bürger gefragt: Mit ihren Spenden unterstützen sie zahlreiche Hilfsprojekte für Kinder in rund 90 Ländern weltweit!
Beispielland der aktuellen Aktion ist Bangladesch, wo Projektpartner sich dafür einsetzen, dass Kinder und Jugendliche aus ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen befreit werden und stattdessen Zugang zu einer schulischen Ausbildung erhalten.
Dank und Wünsche für 2026
Der Landkreis Barnim stellte bei dieser Gelegenheit fest, wie wichtig das Engagement der Sternsinger ist. Sie tragen nicht nur ihren Segen in die Häuser, sondern auch eine wichtige Botschaft für die gesamte Gemeinschaft. Kurth bedankte sich herzlich bei den kleinen Botschaftern und wünschte allen Bürgern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2026. Es ist an der Zeit, zusammenzustehen und aktiv gegen Kinderarbeit zu kämpfen, damit jedes Kind das Recht auf Bildung und eine sichere Kindheit erhält.
Die Aktion Dreikönigssingen 2026 hat den Grundstein für einen wichtigen Dialog gelegt und zeigt, dass der Einsatz für Kinderrechte in der heutigen Zeit unerlässlich ist. Jeder kann Teil dieser Bewegung sein – durch Spenden, Unterstützen oder auch einfach durch Bewusstsein schaffen.
