Heute ist der 10.07.2026 und die Sommerferien stehen vor der Tür. In Barnim, wie auch in vielen anderen Teilen Deutschlands, sind die Zeugnisse verteilt worden, und mit ihnen kommen oft die Ängste und Sorgen der Schüler. Vor allem für viele Kinder und Jugendliche kann der letzte Schultag ein emotionales Auf und Ab sein. Die Zeugnisvergabe ist nicht nur ein Moment des Stolzes, sondern auch eine Quelle der Nervosität. Was passiert, wenn die Noten nicht den Erwartungen entsprechen? Um diesen Stress zu mildern, haben Berlin und Brandenburg am 8. Juli ein kostenfreies Sorgentelefon für Schüler in Betrieb genommen, das Unterstützung bei Noten-Stress bietet, während Niedersachsen ein ähnliches Angebot über die Regionalen Landesämter für Schule und Bildung bereitstellt.

Fachleute stehen bereit, um zu helfen. Themen wie Angst vor Nichtversetzung oder der Druck, bestimmte Leistungen zu erbringen, können hier besprochen werden. Das ist besonders wichtig, denn wie eine Familienpsychologin betont, sollten Eltern zu Gelassenheit raten und auf Strafen oder Geldgeschenke für Noten verzichten. Eine offene Kommunikation ist der Schlüssel! In Niedersachsen, wo die Sommerferien bereits am 2. Juli 2026 begannen, können Schüler über die Hotline (04261) 8406-30 Hilfe in Anspruch nehmen – das Ganze kostenlos und anonym. In Hamburg, wo die Zeugnisvergabe am 9. Juli stattfand, steht Schülern das Zeugnistelefon unter (040) 428 867 40 zur Verfügung.

Hilfe für Schüler und Eltern

Die Sorgen sind real. Gertrud Plasse aus Hannover, die seit über 26 Jahren am Zeugnistelefon arbeitet, berichtet von den vielen Ängsten, die Schüler und Eltern plagen. Der Verein „Nummer gegen Kummer“ hat eine zentrale Rolle in dieser Zeit, indem er das ganze Jahr über Unterstützung bietet. Eltern sind aufgefordert, ihre Kinder nicht zu überfordern und auch weniger gute Noten zu loben. Anstatt nur zu kritisieren, sollten sie offen über die Zeugnisse sprechen und die Gründe für schlechte Noten besprechen. Eine Vertrauensperson, wie eine Großmutter oder eine gute Freundin, kann hier wertvolle Hilfe leisten.

In Brandenburg, wo am 8. Juli rund 321.000 Schüler ihre Zeugnisse erhielten, zeigten die Ergebnisse der zehnten Klassen ein stabiles Niveau im Vergleich zum Vorjahr. Das ist durchaus positiv zu bewerten! Gleichzeitig wird im Landkreis Barnim kräftig in die Zukunft der Bildung investiert: 64 Millionen Euro fließen in ein Schulbauprojekt, das bis Juni 2028 fertiggestellt sein soll und Platz für 1.200 Schüler bieten wird. Eine vielversprechende Entwicklung, die zeigt, wie ernst die Bildungspolitik die Herausforderungen annimmt.

Programme für mentale Gesundheit

Aber nicht nur in Brandenburg wird an der mentalen Gesundheit der Schüler gearbeitet. In Hessen läuft seit Frühjahr 2022 das Programm „Safe Place“, das sich an Klassenstufen 4 bis 7 richtet. Hierbei wird Stressbewältigung großgeschrieben, und das Kompetenzzentrum Schulpsychologie begleitet die Schüler. Außerdem gibt es in Seligenstadt außerschulische Angebote wie atempädagogische Kurse, die zur Entspannung beitragen. In Hamburg wird das Programm „Next Level Class“ ab dem Schuljahr 2026/27 an fünf Schulen eingeführt, das Workshops zur mentalen Gesundheit umfasst – unterstützt von der PSD Bank Nord mit 70.000 Euro. Solche Initiativen sind wichtig, um Schülern zu helfen, die Herausforderungen der Schule besser zu bewältigen.

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Für Studierende hat die Universität Rostock das Programm „URgesund“ entwickelt, das Online-Kurse zu Lernstrategien, Zeitmanagement und Prüfungsangst bietet. Für Schüler unter 14 Jahren gibt es sogar die Möglichkeit, ein einmaliges vertrauliches Beratungsgespräch ohne Wissen der Eltern in Anspruch zu nehmen. Ab 14 Jahren dürfen Schüler selbstständig schulpsychologische Beratungen suchen, und die Sorgeberechtigten werden nur informiert, wenn es dafür gewichtige Gründe gibt. Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, um den Schülern die Möglichkeit zu geben, ihre Ängste und Sorgen ernst zu nehmen.

In der Diskussion um die Abi-Durchfallquote am Gymnasium in Hagenow, wo rund ein Drittel der Schüler nicht bestanden hat, ist deutlich geworden, dass viele Betroffene veraltete Materialien und häufige Lehrerwechsel kritisieren. Das muss sich ändern! Die Bundesländer müssen an einem Strang ziehen, um die Qualität der Bildung zu verbessern und die Schüler bestmöglich auf ihre Prüfungen vorzubereiten.

Ein wenig Licht am Ende des Tunnels gibt es auch in Form von Veranstaltungen wie dem Jugendmedienworkshop im Deutschen Bundestag, der vom 1. bis 7. November 2026 stattfinden wird. Unter dem Titel „Jung sein zwischen Krise und Zukunft“ erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit aktuellen Themen auseinanderzusetzen und ihre Stimme zu erheben. Schirmherrin ist die Vizepräsidentin Josephine Ortleb. Ein tolles Projekt, das zeigt, dass die Jugend nicht nur die Zukunft ist, sondern auch aktiv mitgestaltet! Es bleibt zu hoffen, dass all diese Maßnahmen nicht nur kurzfristig wirken, sondern nachhaltig zur Verbesserung der Situation beitragen.