Bildungsoffensive in Schulzendorf: Der Weg zur neuen Gesamtschule beginnt
Heute ist der 7.07.2026, und in Schulzendorf ist die Luft voller Aufregung. Der Kreistag Dahme-Spreewald hat am 1. Juli 2026 einstimmig die Errichtung einer Gesamtschule beschlossen. Das ist nicht nur ein einfacher Beschluss, sondern ein ganz entscheidender Schritt für die Bildungslandschaft in dieser Region. Die neue Schule wird eine vierzügige Einrichtung mit gymnasialer Oberstufe am Campus Miersdorfer Straße sein, und das ist eine Nachricht, die vielen Eltern einen Stein vom Herzen fallen lässt.
Die Notwendigkeit für zusätzliche Schulplätze im Norden des Landkreises ist nicht neu. Immer mehr Familien zieht es in diese Region, vor allem wegen der Nähe zu Berlin und dem neuen Flughafen BER. Früher mussten die Kinder aus Schulzendorf, wo es bis 2005 eine eigene Oberschule gab, für ihre weitere Schulbildung den Ort verlassen. Das war nicht nur eine logistische Herausforderung, sondern auch emotional belastend für viele. Jetzt sieht es so aus, als ob diese Zeiten endlich vorbei sind!
Ein neuer Bildungsort
Die Entscheidung, die Gesamtschule in Schulzendorf zu errichten, kommt nach langem Ringen um den Schulstandort im Landkreisnorden. Ursprünglich war Wildau als Standort vorgesehen, doch Planungsprobleme, insbesondere in Bezug auf Finanzierungsfragen und Altlasten, haben dies zunichtegemacht. Wildaus Bürgermeister Frank Nerlich äußerte seine Enttäuschung über diesen Standortwechsel. Aber die Grünen sehen in dieser Entscheidung einen wichtigen Schritt zur Schaffung der dringend benötigten Schulplätze.
Dr. Heike Rosendahl, Co-Sprecherin des Grünen Regionalverbandes, betont die Notwendigkeit zusätzlicher Schulangebote in der Region. „Wir müssen den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, längere Wege zu vermeiden und ein gutes Bildungsangebot vor Ort zu finden“, sagt sie. Das ist ein klarer Appell an alle Beteiligten, die Planungs- und Entscheidungsprozesse zügig voranzutreiben. Auch Gunnar Christiansen, der Co-Sprecher des Regionalverbandes, hebt hervor, dass die Gesamtschule und die interkommunale Grundschule Schönefeld-Schulzendorf Schulzendorf als Bildungsort stärken werden.
Die Herausforderungen der Gegenwart
Eine Interimslösung für die Grundschule wird bis zum Schuljahr 2028/29 in Waltersdorf genutzt, bis der Schulbau an der Miersdorfer Straße fertiggestellt ist. Das zeigt, wie wichtig die Bereitstellung von Grundschulplätzen ist. Die Gemeinde hat eine Pflichtaufgabe zu erfüllen, und viele Eltern unterstützen die interkommunale Grundschule, die als unverzichtbar für die wachsende Gemeinde angesehen wird. Die Sitzung der Gemeindevertretung am 14. April 2026 war gut besucht, und die Bürger ließen keinen Zweifel daran, dass sie hinter der Schule stehen.
Doch in diesen Zeiten gibt es auch größere Herausforderungen. Bildung ist entscheidend für Teilhabe, Wohlstand und Chancengleichheit. Die Zuwanderung nach Deutschland, vor allem fluchtbedingt, bringt zusätzliche Anforderungen an das Bildungssystem mit sich. Heute hat jede vierte Person in Deutschland eine Einwanderungsgeschichte, und das betrifft auch die Schulen in unserer Region. Der Bedarf an weiterführenden Schulplätzen wächst stetig, und der Kreistagsbeschluss zur Gesamtschule könnte genau der richtige Schritt in die Zukunft sein.
So bleibt die Entwicklung in Schulzendorf spannend. Der genaue Fertigstellungstermin des Neubaus am Campus Miersdorfer Straße ist zwar noch unbekannt, aber die Vorfreude auf eine gute Bildungszukunft für die Kinder der Region ist unübersehbar. Es gibt viel zu tun, und die nächsten Monate werden zeigen, wie schnell die Pläne in die Realität umgesetzt werden. Doch eines ist sicher: Die Menschen hier sind bereit, gemeinsam anpacken und die Zukunft gestalten!
