In Königs Wusterhausen gibt es momentan ein paar Themen, die die Bürger beschäftigen – und das nicht ohne Grund. Da gibt’s zum Beispiel die Mühleninselbrücke, die sich als ein echtes Sorgenkind entpuppt hat. Splitter ragen aus dem Handlauf, und das sorgt für Besorgnis unter den Fußgängern und Radfahrern. Wer will schon mit Holzsplittern in Kontakt kommen? Verletzungen sind da ja vorprogrammiert. Die Stadt hat das Problem erkannt, doch der Handlauf ist derzeit nur ein Provisorium. Man hat die maroden Holzbohlen entfernt und plant eine Erneuerung, die bis Ende Mai 2026 abgeschlossen sein soll. Ursprünglich sollte das neue Geländer schon in der Woche vom 11. bis 15. Mai installiert werden, aber wie es oft so ist, kommt manchmal alles etwas anders.

Die Brücke, die 2012 eingeweiht wurde und etwa 33 Meter lang ist, verbindet das Stadtzentrum mit der Mühleninsel über den Nottekanal. Eigentlich ein schöner Ort, um spazieren zu gehen oder mit dem Rad zu fahren. Doch die unsauber verbundenen Bohlen des Provisoriums – jede Bohle ist individuell gefertigt, um den Kurven der Brücke gerecht zu werden – lassen eher ein Gefühl von Unsicherheit zurück. Stadtsprecherin Katrin Kunipatz hat sich dazu geäußert und drängt auf eine zügige Lösung.

Eine weitere Brückenbaustelle

Doch nicht nur die Mühleninselbrücke sorgt für Gesprächsstoff. Die Klappbrücke Neue Mühle hat sich ebenfalls als ein Projekt der besonderen Art entpuppt. Die Verkehrsfreigabe, die für den 01. Mai 2021 geplant war, verzögert sich. Alle Beteiligten sind fleißig am Arbeiten, um die Brücke fertigzustellen. Der Clou: Die alte Brücke wird für die Instandsetzung weiterverwendet, was – so die Hoffnung – Zeit und Kosten sparen soll. Am 29. März 2021 begann der Anbau der Sensorik, und man war optimistisch, dass die Justierung der Automatik sowie der Probebetrieb bis Mitte April abgeschlossen sein würden. Doch wie das Leben so spielt, gibt es immer wieder unvorhergesehene Hürden.

Die Bürger werden um Geduld gebeten, denn bis zur Fertigstellung müssen sie den beschwerlichen Weg über die nicht barrierefreie Fußgängerbrücke in Kauf nehmen. Und das ist nicht gerade ein Vergnügen! Die Instandsetzungsmaßnahmen an den Schleusentoren und Kammerwänden der Schleuse Neue Mühle laufen jedoch fristgerecht. Die Sportbootsaison beginnt pünktlich zu Ostern, und die Betriebszeiten der Schleusen sind online einsehbar – ein kleiner Lichtblick in dieser Baustellenlandschaft.

Wissen für die Zukunft

Inmitten all der Herausforderungen gibt es auch Lichtblicke, die für die Zukunft der Brückeninfrastruktur von Bedeutung sind. Die Kommunalakademie Deutschland bietet Seminare zur Erhaltung von Straßenbrücken an. Über zwei Tage hinweg wird praxisorientiertes Wissen vermittelt, das sich mit der Lebensdauerverlängerung von Brücken beschäftigt. Es werden rechtliche, technische und organisatorische Grundlagen behandelt, die für Fachleute von Straßenbauverwaltungen und Brückenbauämtern von essenzieller Bedeutung sind.

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Die Themen sind vielfältig: Von der Zustandsbewertung und Dokumentation bis hin zu modernen Technologien zur Bauwerksüberwachung. All das trägt dazu bei, dass die Sicherheit und Nachhaltigkeit unserer Infrastruktur gestärkt wird. Denn am Ende des Tages wollen wir alle sicher über Brücken gehen und uns nicht um Holzsplitter oder andere Gefahren sorgen müssen.