Depot schließt Filiale im A10 Center Wildau: Ein trauriger Abschied mit Rabatten
Heute ist der 29.06.2026 und es gibt Neuigkeiten aus dem A10 Center Wildau, das eine der größten Einkaufsstätten in Brandenburg ist. Leider sorgt die Deko-Kette Depot für traurige Nachrichten. Aufgrund von Insolvenz wird die Filiale im A10 Center Wildau geschlossen. Die endgültige Schließung ist für den 28. Juli 2026 geplant, es sei denn, der Räumungsverkauf, der bereits mit satten Rabatten läuft, bringt die Regale schneller zum Leeren. Die Kette hat deutschlandweit 66 Filialen auf der Abschussliste, darunter auch Standorte in Cottbus, Ludwigsfelde und Potsdam.
Im A10 Center Wildau ist die Erreichbarkeit momentan eingeschränkt, da Bauarbeiten an der B179 und der Anschlussstelle A10 laufen. Das macht die traurige Nachricht nicht gerade leichter – man möchte ja schließlich nicht nur die Schilder „Räumungsverkauf“ sehen, sondern auch die Vielfalt der Geschäfte genießen. Wer hätte gedacht, dass es einmal so weit kommen würde? Depot, das einst mit rund 400 Filialen startete, hat sich in den letzten Jahren auf etwa 80 reduziert. Ein wahrlich dramatischer Rückgang!
Die Hintergründe der Schließungen
Die Insolvenz von Depot ist nicht einfach aus heiterem Himmel gefallen. Seit der Corona-Pandemie kämpft die Kette mit finanziellen Schwierigkeiten. Ein weiteres Insolvenzverfahren wurde im Mai 2026 eingeleitet. Geschäftsführer Christian Gries hat den Schritt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Die Gründe sind vielfältig: Zölle, eine steigende Konkurrenz durch den Onlinehandel und eine allgemeine Kaufzurückhaltung unter den Verbrauchern. Diese Probleme sind nicht nur bei Depot zu beobachten; der Einzelhandel steht vor einem massiven Umbruch.
Insgesamt verlieren rund 330 Mitarbeiter ihre Stellen – das macht betroffen. Vor allem die Wildauer Filiale hat noch nicht bekannt gegeben, wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Der Räumungsverkauf könnte also nicht nur für Schnäppchenjäger, sondern auch für die Mitarbeiter eine bittere Pille sein. Die Stimmung in der Branche ist angespannt, denn es gibt viele Einzelhändler, die um ihre Existenz kämpfen.
Ein Blick auf die Branche
Die Schließung von Depot reiht sich ein in eine lange Liste von Insolvenzen im Einzelhandel – ein Trend, der sich in den letzten Jahren verstärkt hat. Man denke an Galeria, die vor der vierten Insolvenz stehen könnte, oder die Fachmarkt-Kette Hammer, die ebenfalls Filialen schließt. Auch Kik plant, Hunderte von Geschäften zu schließen! Laut dem Handelsverband Deutschland stehen wir vor einem Rückgang von bis zu 4.900 Geschäften bis Ende 2026. Die Zahl der Insolvenzen im Einzelhandel ist auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Und die Prognosen sind düster: Allianz Trade erwartet 2.571 Insolvenzen im Einzelhandel für 2025.
Die Attraktivität der Innenstädte leidet zunehmend unter diesen Entwicklungen. Leerstände sind nicht nur unansehnlich, sie gefährden auch die gesamte Struktur der Einkaufslandschaften. Die Konsumstimmung ist schwach, und viele Händler sind auf Hilfe angewiesen. HDE fordert Maßnahmen zur Entlastung, wie niedrigere Energiekosten und umsatzabhängige Mietmodelle. Doch ob das ausreicht, um die negativen Trends zu stoppen? Das bleibt fraglich.
Die Zukunft des stationären Einzelhandels ist auf der Kippe. Die Entwicklung bei Depot zeigt, wie schnell es gehen kann. Für die Mitarbeiter in Wildau und anderswo ist die Situation bitter. Man kann nur hoffen, dass sich die Umstände bald ändern und neue Perspektiven entstehen. In der Zwischenzeit können sich die Kunden im A10 Center Wildau auf Rabatte freuen – aber der Preis dafür ist hoch.
