Vom Leistungssportler zum Unternehmer: Wie Flavio Holstein mit Augletics die Fitnesswelt revolutioniert
In der kleinen Stadt Königs Wusterhausen, nicht weit von Berlin, hat sich eine faszinierende Geschichte entfaltet. Flavio Holstein, ein Mann, dessen Traum es einst war, zur U23-Weltmeisterschaft im Rudern zu fahren, hat seinen Leistungssport-Traum abgebrochen und sich auf eine ganz andere Reise begeben. Er hat das Unternehmen Augletics gegründet, das mittlerweile intelligente Rudergeräte für das heimische Training verkauft. Und das nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich, Belgien und Italien. Wer hätte gedacht, dass aus einer Krise so viel Positives erwachsen kann?
Die Idee zu Augletics kam Flavio während seiner Zeit als Sportler. Unzufrieden mit den Rudergeräten, die ihm zur Verfügung standen – laut, ungenau, fast schon frustrierend – entstand der Gedanke, etwas Besseres zu schaffen. Nach seinem Studium des Computerengineering an der TU Berlin nahm das Projekt Formen an. Mit einem funktionierenden Prototyp und einer gehörigen Portion Mut begann er, seine Vision Realität werden zu lassen. Das Gründerstipendium der EXIST-Initiative gab ihm den nötigen Schub. Das Programm unterstützt innovative Ideen aus der Wissenschaft, und Flavio wusste, dass er die Chance nutzen musste.
Ein Wendepunkt auf der Messe
Der Weg war nicht immer einfach. Die ersten Verkaufszahlen waren ernüchternd: Nur drei bis vier Geräte pro Monat. Augletics hatte sich an Rudervereine gerichtet, was sich als nicht genug herausstellte. Doch dann kam der Wendepunkt: Auf einer Messe bemerkte Flavio, dass auch Menschen, die nicht rudern, Interesse an seinem Gerät hatten. Plötzlich war klar, dass das Unternehmen seine Strategie überdenken musste. Der Fokus auf Privatkunden wurde gelegt – und das Rudergerät wurde nicht nur als Trainingsgerät, sondern auch als hochwertiges Möbelstück konzipiert. Wer möchte nicht ein stylisches Stück Technik im Wohnzimmer stehen haben?
Die Unterstützung von EXIST war ein entscheidender Faktor. Flavio und sein Team erhielten rund 100.000 Euro für die Entwicklung ihrer Idee. Diese finanzielle Unterstützung war zwar nicht genug, um ein fertiges Produkt zu schaffen, aber sie bot die nötige Grundlage, um loszulegen. Außerdem war Stefan Kötitz, ein ehemaliger Ruderer und Geschäftspartner, eine große Hilfe. Seine Expertise und sein Unternehmergeist sorgten dafür, dass Augletics auf dem richtigen Weg blieb.
Wachstum und Erfolg
Heute wachsen die Verkaufszahlen des Unternehmens jährlich um 40 bis 50 Prozent. Holstein und sein Team haben es geschafft, ein Produkt zu entwickeln, das nicht nur funktional ist, sondern auch optisch ansprechend. Das smarte Rudergerät AUGLETICS Eight Style hat es in die Wohnzimmer vieler Sportbegeisterter geschafft. Die technische Raffinesse und das durchdachte Design haben das Unternehmen zum Erfolg geführt. Flavio betont oft, dass die Mentalität des Leistungssports ihm geholfen hat, durch die herausfordernden Phasen zu kommen. Es ist eine mentale Stärke, die sich bezahlt macht.
Der Weg von Flavio Holstein ist ein Beispiel dafür, wie aus einer Krise eine Erfolgsgeschichte werden kann. Augletics zeigt, dass man mit Mut, einer guten Idee und der richtigen Unterstützung Großes erreichen kann. Und vielleicht wird bald jeder, der ein bisschen Fitness in sein Leben bringen möchte, ein hochwertiges Rudergerät in seinem Wohnzimmer stehen haben – und damit Flavio Holstein und seinem Team zu mehr Erfolg verhelfen.
