In der beschaulichen Stadt Lübben, idyllisch im Herzen des Spreewaldes gelegen, gibt es gerade ein ernstes Thema, das die Gemüter bewegt. Die Stadtverwaltung warnt eindringlich vor den Gefahren des Eichenprozessionsspinners, einer kleinen Raupe, die es in sich hat. Ja, richtig gehört – diese unscheinbaren Tierchen können für uns Menschen ganz schön unangenehme Folgen haben. Mehrere befallene Eichen wurden im Stadtgebiet gesichtet, und das sollte uns allen zu denken geben!
Besonders betroffen sind einige markante Standorte: Auf einem Privatgrundstück an den Eichen, an einem Straßenbaum in der Lubolzer Dorfstraße, sowie in der Wettiner Straße, wo sich auch die Liuba-Grundschule befindet. Und wer weiß, vielleicht gibt es noch weitere versteckte Nester in der Eiche am Garagenkomplex „Am Kleinen Hain“ oder in der Umgebung der Kita „Gute Laune“ an der Berliner Chaussee. Die örtliche Ordnungsbehörde hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die betroffenen Bereiche zu kennzeichnen und regelmäßig zu kontrollieren. Aber ob das ausreicht?
Gesundheitliche Risiken durch Brennhaare
Die Brennhaare dieser Raupe sind das eigentliche Problem. Sie können gesundheitliche Beschwerden auslösen, die von Hautrötungen und Pusteln bis hin zu Juckreiz und Augenreizungen reichen. Im schlimmsten Fall können sogar Atemwegsreizungen, Schwindel, Fieber und Benommenheit auftreten. Es ist schon merkwürdig, wie ein kleines Haar, das nur etwa 0,2 mm misst, so viel Unheil anrichten kann. Diese Brennhaare bleiben nicht nur in den Nester aktiv, sondern können sich auch durch die Luft verbreiten – ein wahres Risiko für alle, die sich in der Nähe der befallenen Bäume aufhalten.
Die Stadt appelliert an die Bürger, befallene Bäume und Nester zu meiden. Selbst entfernen sollte man diese auf keinen Fall – das überlassen wir besser den Fachleuten! Grundstückseigentümer sind verantwortlich für die Beseitigung auf ihren Flächen, und die Entfernung sollte auf jeden Fall durch erfahrene Firmen erfolgen. Übrigens: Die Zuständigkeit für Waldflächen liegt beim Forstamt Dahme-Spreewald, also Augen auf, wenn ihr unterwegs seid!
Wichtige Hinweise für die Bevölkerung
Wer denkt, diese Raupen seien harmlos, der irrt sich gewaltig. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners haben nicht nur das Potenzial, Ausschläge und Bindehautentzündungen zu verursachen, sondern auch Atembeschwerden. Das Nesselgift Thaumetopoein, das in den Brennhaaren enthalten ist, kann allergische Reaktionen hervorrufen. Und auch wenn lebensbedrohliche Reaktionen eher selten sind, möchte man ja nicht das Risiko eingehen, oder?
Besonders vorsichtig sollte man bis Ende Juli sein, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, mit den Brennhaaren in Kontakt zu kommen. Und die kleinen Tierchen häuten sich insgesamt sechsmal, wobei sie ab dem dritten Larvenstadium, in der Regel ab Mai oder Juni, die gesundheitsschädlichen Brennhaare entwickeln. Im letzten Larvenstadium können sie sogar bis zu 700.000 Brennhaare besitzen – das ist schon ein ganz schöner Haufen, wenn man darüber nachdenkt!
Wenn man doch einmal in Kontakt mit diesen Brennhaaren gekommen ist, sollte man sich gründlich duschen, die Haare waschen und die Kleidung wechseln, die anschließend bei mindestens 60 Grad gewaschen werden sollte. Bei Symptomen wie Husten, geröteten Augen oder einem Hautausschlag ist der Gang zum Arzt unumgänglich. Und in seltenen Fällen kann es sogar zu einem allergischen Schock kommen – eine eher unangenehme Vorstellung.
Also, liebe Lübbener, behaltet die Augen offen und genießt die Natur, aber bleibt vorsichtig! Der Eichenprozessionsspinner ist ein kleiner, aber gefährlicher Zeitgenosse, und wir wollen doch alle gesund bleiben. Meldet Sichtungen an den Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Stadt Lübben und lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass diese kleinen Ungeheuer keine Chance haben!