Eichenprozessionsspinner im Spreewald: Vorsicht vor den fiesen Raupen!
Heute ist der 14.07.2026 und wir befinden uns im malerischen Lübben, im Herzen des Spreewalds. Hier zeigt sich die Natur von ihrer besten Seite, doch es gibt auch Herausforderungen, die uns zur Vorsicht mahnen. Der Eichenprozessionsspinner, ein kleines, aber fieses Tierchen, sorgt momentan für Aufregung in der Region. Im Unterspreewald sind mehrere Fließe wegen der Raupen gesperrt. Währenddessen fließt im Oberspreewald alles noch relativ ruhig, denn dort gibt es keine Sperrungen. Die Kahn-, Paddel- und Radtouren können weiterhin unbeschwert genossen werden. Der Grund für diese Unterschiede? Im Oberspreewald wachsen vor allem Erlen, Eschen und Ahorn, während im Unterspreewald die Eichen dominieren. Und genau die sind die Lieblingsbäume des Eichenprozessionsspinners.
In Burg, im Oberspreewald, sind zwar vereinzelt Eichenprozessionsspinner nachgewiesen worden, jedoch hat man hier die Situation gut im Griff. Vor allem sensible Orte wie Kitas und Schulen werden prioritär bekämpft, sodass die Kinder sicher spielen können. Um die Öffentlichkeit zu warnen, wurden an exponierten Stellen zahlreiche Warn- und Hinweisschilder aufgestellt. Ein guter Tipp für alle Besucher: Eichen meiden, nichts berühren und lieber lange Kleidung sowie eine Kopfbedeckung tragen. Das Nesselgift der Brennhärchen der Raupen kann unangenehme Reaktionen hervorrufen. Wer damit in Kontakt kommt, sollte sich schnellstens duschen und die Kleidung heiß waschen – das minimiert die Risiken.
Vorsicht, wenn Sie Eichen begegnen
Die Situation rund um den Eichenprozessionsspinner ist nicht zu unterschätzen. Gewässerabschnitte sind gesperrt und deutlich durch Schifffahrtszeichen sowie Hinweisbeschilderungen kenntlich gemacht. Touristen und Einheimische werden gebeten, diese Sperrungen zu beachten und alternative Routen für ihre Ausflüge zu nutzen. Die örtlichen Anbieter und die Biosphärenreservatsverwaltung haben klare Hinweise herausgegeben, die man unbedingt im Auge behalten sollte.
Falls Sie beim Spaziergang Raupen oder Gespinste entdecken, halten Sie bitte einen sicheren Abstand. Berührungen sind absolut tabu, auch alte Gespinste sollten Sie in Ruhe lassen. Es ist ratsam, befallene Bereiche zu meiden. Besonders Kinder und Hunde sollten ferngehalten werden. Sollten Sie dennoch in der Nähe von befallenen Bäumen sein müssen, denken Sie daran, lange Kleidung zu tragen, um Hautkontakt zu vermeiden. Nach einem unvermeidbaren Kontakt ist es wichtig, sich gründlich zu duschen, die Haare zu waschen und die getragene Kleidung zu reinigen. Bei anhaltenden oder schweren Reaktionen sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.
Wie wird man dem Eichenprozessionsspinner Herr?
Der Eichenprozessionsspinner kann sowohl Bäume als auch Menschen schädigen, und bei seiner Bekämpfung sind verschiedene Regelungsbereiche zu beachten. Präventiv können Nistkästen für Meisen in der Nähe von Eichen aufgehängt werden, das hilft, die Raupenpopulation in Schach zu halten. Es gibt verschiedene Bekämpfungsmethoden: chemische, biologische, mechanische und thermische. Nur professionelle Anwender dürfen die Bekämpfung durchführen. Bei einem Befall sollte man schnell Kontakt zu den örtlichen Gesundheits-, Forst- oder Pflanzenschutzämtern oder professionellen Schädlingsbekämpfern aufnehmen.
Die mechanische Bekämpfung ist eine Option: Gespinstnester können abgesaugt und entsorgt werden, sinnvoll ist dies ab dem dritten Larvenstadium. Bei der thermischen Bekämpfung wird Heißwasser oder Heißschaum in die Nester gebracht, was die Raupen tötet und die giftigen Eiweiße denaturiert. Aber Achtung: Ungeschütztes Abflammen oder das Fällen von Bäumen ist nicht zu empfehlen, da die Brennhaare unkontrolliert verteilt werden könnten. In jedem Fall gilt: Die Bekämpfung sollte immer gut überlegt und durchgeführt werden, um unnötige Schäden an anderen Organismen zu vermeiden.
Die Situation rund um den Eichenprozessionsspinner ist also ernst, aber nicht hoffnungslos. Ein bisschen Achtsamkeit und Respekt vor der Natur – und wir können den Spreewald weiterhin genießen. Also, auf in die Natur, aber mit einem wachsamen Auge!
