Frischer Wind bei Union Berlin: Mauro Lustrinelli übernimmt das Ruder
Heute ist der 8.07.2026 und in Lübben (Spreewald) brodelt die Stimmung. Der 1. FC Union hat einen neuen Cheftrainer, und dieser bringt frischen Wind in die Bude. Mauro Lustrinelli, 50 Jahre alt und aus der Schweiz, hat die Zügel übernommen. Er bringt nicht nur viel Energie mit, sondern auch einen klaren Plan für die Zukunft. Die ersten Trainingseinheiten zeigen, dass er nicht nur ein Trainer ist, sondern ein echter Macher.
Lustrinelli, der während der Übungen aktiv ins Geschehen eingreift – ja, er blockiert tatsächlich Laufwege – hat sich schnell einen Namen gemacht. Er spricht überwiegend Deutsch, wechselt aber auch mal ins Englische, wenn es die Situation erfordert. Mit einem leichten italienischen Akzent gibt er Anweisungen, die auch bei den jüngeren Spielern ankommen. Besonders mit dem 16-jährigen Linus Güther hat er eine sehr kommunikative Beziehung aufgebaut. Da wird klar, dass der Fokus auf der Integration von Talenten liegt. Und das ist ja auch etwas, was Union Berlin – ganz im Sinne der neuen Philosophie – dringend braucht.
Neuer Schwung für Union Berlin
Während eines Testspiels in Lübben, das mit einem atemberaubenden 16:0 endete, war Lustrinelli von der Seitenlinie aus eine durchgehende Präsenz. Er coacht, motiviert und gibt seinen Spielern ständig Rückmeldung. Teamspirit wird bei ihm großgeschrieben – nach dem Spiel betonte er, dass jeder für das Team gespielt hat. Ein schöner Ansatz, der den Zusammenhalt fördert und das Miteinander stärkt.
Sein Vorgänger, Steffen Baumgart, wurde nach einer eher schwachen Rückrunde entlassen, und Marie-Louise Eta, die Interimstrainerin, hatte die Mannschaft zwar erfolgreich durch die Saison gebracht, doch die Verantwortlichen erhoffen sich von Lustrinelli eine neue Ära. Der neue Trainer, der zuvor beim FC Thun erfolgreich war und diesen zur Meisterschaft führte, hat klare Ziele: Union soll aktiver spielen und jungen Spielern eine Chance geben. Geschäftsführer Horst Heldt lobt bereits jetzt dessen Fähigkeit, Mannschaften zu formen und zu führen. Das klingt vielversprechend!
Ein besonderer Verein
Union Berlin hat Lustrinelli nicht ohne Grund verpflichtet. Er hat eine ähnliche Coaching-Philosophie wie sein Vorgänger – er bleibt selten auf der Bank und ist ein aktiver Teil des Spiels. Das ist genau das, was die Fans sich wünschen: einen Trainer, der mit Herzblut dabei ist. Lustrinelli selbst beschreibt Union als einen besonderen Verein mit klaren Werten. Es ist also mehr als nur ein Job für ihn. Die Herausforderung, die er annimmt, ist nicht nur sportlicher Natur, sondern auch eine emotionale Reise.
Mit rund einer Million Euro Ablöse, die Union an Thun gezahlt hat, zeigt der Verein, dass er bereit ist, in die Zukunft zu investieren. Urs Fischer, Lustrinellis Vorgänger, hatte Union von der 2. Liga bis in die Champions League geführt. Ein großer Schuh, den Lustrinelli jetzt ausfüllen möchte. Die kommenden Monate werden spannend zu beobachten sein, wie sich der Verein unter seiner Führung entwickeln wird.
