In der Spreewaldstadt Lübben wird im März und April 2026 die 21. Ökofilmtour stattfinden. Diese Veranstaltung, organisiert von FÖN e. V. und VHS Dahme-Spreewald, widmet sich zwei zentralen Fragen: dem Strukturwandel in ehemaligen Bergbauregionen und der Wildnis in einer vom Menschen geprägten Welt. Die Ökofilmtour bietet eine Plattform für den Austausch über wichtige ökologische Zukunftsfragen und wird durch Dokumentarfilme sowie anschließende Diskussionen bereichert. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist kostenfrei, jedoch wird um Anmeldung gebeten. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der Veranstaltung hier.

Am 4. März 2026 wird der Film „Wie weiter am Ostsee – Brandenburgs größter See entsteht“ von Maren Schibilsky gezeigt. Die 45-minütige Dokumentation thematisiert die Entstehung des Cottbuser Ostsees aus einer ehemaligen Braunkohlegrube. Dieses Gewässer ist dreimal so groß wie der Berliner Müggelsee und wird voraussichtlich Ende 2024 den Zielwasserstand von +62,5 m NHN erreichen. Es entstehen neue Lebensräume für Fische und seltene Vogelarten, während die größte schwimmende Solaranlage Deutschlands durch die Flutung beschädigt wurde. Der Film behandelt die Spannungsfelder zwischen Bergbausanierung, Energiewende und Naturschutz.

Wildnis und Anpassungsfähigkeit

Der zweite Film, „Wildnis 2.0 – Die Tierwelt auf Umwegen“ von Patrick Centurioni, wird am 15. April 2026 präsentiert. Diese 52-minütige Dokumentation untersucht die Anpassungsfähigkeit von Tieren in industrialisierten Landschaften. Hierbei wird sichtbar, wie Arten wie der Bartgeier, der Rotfußfalke und die Großtrappe neue Überlebensstrategien entwickeln. Der moderne Naturschutz spielt eine entscheidende Rolle, indem er diese Anpassungsprozesse unterstützt und Perspektiven für bedrohte Arten schafft. Die Konflikte zwischen Nutzung und Schutz werden ebenfalls thematisiert, was die Notwendigkeit eines Umdenkens im Naturschutz unterstreicht.

Das REHA-Zentrum Lübben, gelegen in der Postbautenstraße 50, dient als Veranstaltungsort für diese spannenden Filmabende. Vor dem Hintergrund des Strukturwandels, insbesondere der Transformation des Cottbuser Ostsees, gewinnen diese Themen an Brisanz. Der Cottbuser Ostsee, der eine Fläche von 1.900 Hektar umfasst und eine innovative, klimaschutzorientierte Stadtlandschaft schaffen soll, wird somit zu einem wichtigen Beispiel für die Herausforderungen und Chancen, die mit solchen Veränderungen einhergehen. Die Fernwärmeversorgung in Cottbus/Chóśebuz wird neu justiert, um die nachhaltigen Ziele zu erreichen.

Ein Blick in die Zukunft des Naturschutzes

Die aktuelle Diskussion um Naturschutz und sozial-ökologische Transformation wird auch in der Ausgabe 06-2025 der Zeitschrift „Natur und Landschaft“ behandelt. Die Beiträge thematisieren die Notwendigkeit eines Wandels im kollektiven und individuellen Lebensstil innerhalb planetarer Grenzen. Ein zentrales Anliegen ist die Erhaltung der Biodiversität und die Integration von Biodiversitätszielen in politische Entscheidungen. Der Naturschutz muss eine zentrale Rolle in diesen Transformationsprozessen spielen, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Das Verständnis von Wohlfahrt muss sich verändern und die Verbindung zwischen wirtschaftlicher Berichterstattung und Naturleistungen stärken.

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Insgesamt bieten die Filmabende der Ökofilmtour in Lübben nicht nur einen unterhaltsamen Einblick in aktuelle Umweltfragen, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und neue Perspektiven zu entwickeln. Die Herausforderungen, die sich aus dem Strukturwandel und dem Umgang mit der Natur ergeben, erfordern ein gemeinsames Umdenken und Handeln.