Heute ist der 4.06.2026, und die Bienen summen fröhlich durch die blühenden Wiesen im Naturpark Dahme-Heideseen. Die Naturparkverwaltung hat einen spannenden Wettbewerb ins Leben gerufen: den „Naturpark-Honig des Jahres 2026“. Imkerinnen und Imker sind aufgerufen, ihre besten Honigsorten einzureichen. Ziel ist es, die Imkereien zu würdigen und gleichzeitig auf die beeindruckende Natur- und Kulturlandschaft aufmerksam zu machen, die unseren kleinen, fleißigen Freunden ein reichhaltiges Nahrungsangebot bietet. Ist das nicht klasse?
Der Naturpark Dahme-Heideseen gilt als eine der ökologisch wertvollsten Regionen Brandenburgs – und das aus gutem Grund! Rund 95% der Fläche stehen unter Landschafts- oder Naturschutz. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern schafft auch optimale Bedingungen für die Honigbienen. Wälder, Seen, Feuchtgebiete und blühende Wiesen sind ein wahres Paradies. Die eingereichten Honige sollen zudem die unterschiedlichen Geschmacksprofile widerspiegeln, die diese Vielfalt zu bieten hat. Das Wasser, die Pollenstruktur und die Zuckerzusammensetzung müssen im Honiglabor des Länderinstituts für Bienenkunde in Hohen Neuendorf genau unter die Lupe genommen werden.
Qualität und Würdigung der Imkereien
Nur die Honige, die die strengen Qualitätsanforderungen des Deutschen Imkerbundes erfüllen, schaffen es in die nächste Runde. Eine unabhängige Jury wird die besten Sorten bei einer Verkostung küren. Die Auszeichnung des „Naturpark-Honigs des Jahres 2026“ findet im festlichen Rahmen auf dem Weihnachtsmarkt der Burg Storkow im Dezember statt. Dort gibt es nicht nur eine Urkunde, sondern auch einen Wanderpokal zu gewinnen. Teilnahmeberechtigt sind alle Imkerinnen und Imker mit Bienenvölkern im Naturpark Dahme-Heideseen, deren Honig im Wettbewerbsjahr geerntet wurde. Jeder Betrieb darf einen Honig einreichen, und dafür benötigt man drei Honiggläser – zwei neutrale 250-Gramm-Gläser und ein Glas in Verkaufsaufmachung. Die Angaben zu Standort der Bienenvölker, Abfülldatum und Imkerei sind dabei unerlässlich.
Die Frist für die Einreichung der Wettbewerbsbeiträge läuft bis zum 31. August 2026. Abgeben kann man die Proben bei der Naturparkverwaltung in der Arnold-Breithor-Straße in Heidesee OT Prieros. Dieser Wettbewerb folgt dem erfolgreichen Beispiel aus dem Naturpark Barnim, wo im Frühjahr 2025 ein ähnlicher Wettbewerb stattfand. Dabei konnten die Imkerinnen und Imker aus der Region ihren Honig einreichen und die besten Sorten wurden ebenfalls von einer Jury bewertet. Letztes Jahr gewann Sandra Szilat mit einer Sommertracht, die im Rahmen eines Imkerprojekts entstanden ist. Auch hier gab es Urkunden und Wanderpokale – und die Wertschätzung der regionalen Blütenvielfalt wurde großgeschrieben.
Nachhaltigkeit und die Bedeutung der Bienen
Doch warum ist das alles so wichtig? Bienen spielen eine zentrale Rolle in der Bestäubung und damit in der Stabilität unserer Ökosysteme. Durch verantwortungsvolle Bienenhaltung leisten Imker einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz und zur Artenvielfalt. Die Nachfrage nach biologischem Honig wächst stetig, was sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. Ökologische Methoden fördern nicht nur die Gesundheit der Bienen, sondern auch die Qualität der Imkereiprodukte. Beispielsweise wird bei der Bienenhaltung Wert auf natürliche Materialien und wesensgemäße Haltungsformen gelegt.
In Deutschland gibt es strenge Richtlinien für die ökologische Bienenhaltung, die darauf abzielen, die Gesundheit der Bienen zu garantieren. Zudem ist die Fortpflanzung und Fruchtbildung von Kulturpflanzen stark von der Bestäubung durch Honigbienen abhängig. Leider steht das Bienensterben als Bedrohung für die Biodiversität und die Ökosystemdienstleistungen auf der Tagesordnung. Daher sind Maßnahmen zur Erhaltung der Bienen und deren Lebensräume unerlässlich. Auch die Imker sind gefordert, sich fortlaufend weiterzubilden und neue, nachhaltige Praktiken zu erlernen.
Die Kombination aus Natur, Kunstfertigkeit und dem Engagement der Imkerinnen und Imker im Naturpark Dahme-Heideseen ist beeindruckend. Vielleicht wird ja dein Honig bald zu den besten der Region gekürt – man weiß ja nie, was der Sommer noch so bringt!