Paddeln im Spreewald? Achtung, die Raupen sind los!
Heute ist der 13.07.2026, und während der Sommer in vollem Gange ist, gibt es im Spreewald einige unerfreuliche Nachrichten für alle, die eine Paddeltour durch die malerischen Wasserwege planen. Ja, die Natur kann manchmal ganz schön tückisch sein! Aktuell sind die Paddeltouren im Spreewald nur eingeschränkt möglich – und das aus einem guten Grund: Der Eichenprozessionsspinner hat sich in diesem Jahr besonders stark verbreitet und sorgt für ein Gesundheitsproblem, das man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.
Das Land Brandenburg hat kurzerhand mehrere Gewässerabschnitte für den Schiffsverkehr gesperrt. Die Sperrungen sind nicht nur ein bürokratischer Eingriff, sondern dienen dem Schutz der Besucher vor den giftigen Brennhaaren dieser kleinen Quälgeister. Diese Brennhaare enthalten Nesselgift, das Hautreizungen, Augenreizungen sowie Husten und asthmaartige Beschwerden verursachen kann. Die Umweltministerin Hanka Mittelstädt und Infrastrukturminister Robert Crumbach planen am Montag um 11 Uhr einen Besuch in Schlepzig, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Man kann nur hoffen, dass die Herren Politiker die Situation schnell in den Griff bekommen.
Gesundheitsbewusstsein an erster Stelle
Die Sperrungen betreffen etwa die Hälfte der schiffbaren Flächen im Unterspreewald. Für die Touristen, die sich auf entspannte Stunden auf dem Wasser gefreut haben, heißt es nun: Alternativen suchen! Die Besucher werden aufgefordert, die ausgewiesenen Umleitungen zu nutzen und die Warnhinweise zu beachten. An verschiedenen Stellen sind die gesperrten Gebiete durch Schifffahrtszeichen und Hinweisbeschilderungen kenntlich gemacht. Ein Blick auf die Karte der aktuellen Hinweise kann nicht schaden, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Die örtlichen Anbieter, die Biosphärenreservatsverwaltung und die Landkreise bitten darum, die verordneten Sperrungen ernst zu nehmen. Außerdem gibt es einige wichtige Verhaltenshinweise, falls man doch einmal auf die Raupen oder deren Gespinste trifft: Abstand halten und nicht berühren! Das gilt auch für alte Gespinste, die man vielleicht auf dem Weg sieht. Wenn man glaubt, einen Befall entdeckt zu haben, sollte man die Nester auf keinen Fall selbst entfernen – dafür sind Fachfirmen oder die Kommunen zuständig. Vor allem bei Kindern und Hunden ist Vorsicht geboten: Befallene Bereiche sollten gemieden werden, da die alten Nester für unsere vierbeinigen Freunde gefährlich sein können.
Ein Sommer voller Herausforderungen
Die Situation ist nicht nur eine Herausforderung für die Touristen, sondern auch für die Einheimischen, die ihren gewohnten Freiraum in der Natur einschränken müssen. Bei unvermeidbarem Aufenthalt in der Nähe befallener Bäume ist es ratsam, lange Kleidung und eine Kopfbedeckung zu tragen, um den Hautkontakt zu reduzieren. Und sollte es doch zu einem Kontakt mit den Brennhaaren kommen, ist schnelles Handeln gefragt: Duschen, Haare waschen und die Kleidung reinigen. Und bei schweren oder anhaltenden Reaktions-Symptomen hilft nur eines: Ärztliche Hilfe aufsuchen!
In anderen Regionen Brandenburgs und sogar in Berlin wurden bereits Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners ergriffen, einschließlich einer Luftbekämpfung in der Prignitz. Es bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahmen auch im Spreewald greifen und die Wasserwege bald wieder für alle zugänglich sind. Bis dahin – bleibt gesund und genießt die Natur, so gut es geht!
