In der Region Schönefeld-Schulzendorf nimmt ein bedeutendes Schulbauprojekt Gestalt an. Die interkommunale Grundschule, die zur Deckung des gestiegenen Bedarfs an Schulplätzen durch Zuzug in der Flughafenregion beitragen soll, wird im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Modells (PPP) realisiert. Am 10. März 2026 wurde der Projektvertrag zwischen der Gemeinde Schönefeld und der Goldbeck Public Partner GmbH unterzeichnet. Goldbeck erhielt den Zuschlag nach einem umfangreichen Vergabeverfahren und wird sowohl für den Bau als auch für den Betrieb der Schule über einen Zeitraum von 25 Jahren verantwortlich sein. (Quelle)

Die geplante Schule wird eine dreizügige Grundschule mit einer Dreifeldsporthalle an der Miersdorfer Straße in Schulzendorf sein. Die Gesamtkosten des Neubaus belaufen sich auf rund 36,5 Millionen Euro. Die Kosten- und Aufgabenverteilung zwischen Schönefeld und Schulzendorf ist in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag geregelt. Schulzendorf wird dauerhaft einen Klassenzug pro Jahrgang erhalten und sich über 40 Jahre mit einem Drittel an den Baukosten beteiligen. Zudem wird die Gemeinde auch einen Anteil an den laufenden Betriebskosten tragen, der jährlich pro Schüler abgerechnet wird. Die Fertigstellung der Schule ist für Juli 2028 vorgesehen, während der Betriebsstart im Schuljahr 2028/2029 stattfinden soll. Der Baustart könnte bereits Ende dieses Jahres erfolgen, vorausgesetzt, das Genehmigungsverfahren verläuft planmäßig. (Quelle)

Innovatives Schulbauprojekt

Das Konzept der neuen Grundschule verbindet Flächeneffizienz mit hoher Aufenthaltsqualität. Geplant sind geschützte Lernecken und großzügige Fensterfronten, die für natürliche Belichtung sorgen. Besonders hervorzuheben ist der multifunktionale westliche Gebäudeflügel, der unter anderem als Pausenhalle und 500-Personen-Festsaal genutzt werden kann. Zudem werden die Verkehrsströme durch separate Wege für Pkw, Fußverkehr, Fahrräder und Schulbusse klar voneinander getrennt. Vor Ort wird ein Haustechniker für technische Belange zur Verfügung stehen, um einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen. Geschäftsführer von Goldbeck betont die Funktionalität und die hohe Qualität des Projekts, das als Beispiel für erfolgreiche kommunale Zusammenarbeit und moderne öffentliche Infrastrukturbeschaffung gilt. (Quelle)

Bevölkerungswachstum und Bildungsbedarf

Der Hintergrund des Projekts ist das starke Bevölkerungswachstum in der Region. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den Klassenstufen 1 bis 6 ist von 1119 im Schuljahr 2012/2013 auf 1781 im Schuljahr 2023/2024 gestiegen. Dieses Wachstum stellt die Gemeinden vor die Herausforderung, ausreichend Schulplätze zur Verfügung zu stellen, um den Bedürfnissen der wachsenden Bevölkerung gerecht zu werden.

Das Konzept des Public-Private-Partnerships (PPP) im Schulbau wird auch in der wissenschaftlichen Diskussion intensiv beleuchtet. Ein Forschungsprojekt an der Technischen Universität Darmstadt untersucht das Potenzial von PPP im Schulbau und analysiert historische Entwicklungen sowie die Übertragbarkeit des britischen Modells „Private Finance Initiative“ auf deutsche Verhältnisse. Zu den berücksichtigten Faktoren gehören unter anderem die Akzeptanzbereitschaft der Öffentlichkeit für privatwirtschaftliche Lösungen und die wirtschaftlichen Aspekte der Finanzierung. Die Ergebnisse sollen Lösungsansätze für die Herausforderungen bei der Realisierung von PPP-Projekten in Deutschland bieten. (Quelle)

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