Wasserkrise in Dahme-Spreewald: Ministerin startet entscheidenden Dialog!
In Brandenburg gibt es derzeit ein heißes Thema: den Wasserhaushalt im Landkreis Dahme-Spreewald. Umweltministerin Hanka Mittelstädt hat in Potsdam einen Dialogprozess gestartet, der vom NABU Brandenburg begrüßt wurde. Ziel ist es, den langfristigen Schutz des Landschaftswasserhaushalts voranzutreiben. Trotz seines Status als wasserreiches Gebiet leidet Dahme-Spreewald jedoch unter den Folgen von Trockenheit und steigenden Temperaturen, die den natürlichen Wasserhaushalt massiv belasten, wie Meetingpoint Dahme-Spreewald berichtet.
Besonders alarmierend ist die aktuelle Wetterlage, die mit warmen, trockenen Bedingungen einhergeht und die Durchflüsse in Fließgewässern, speziell in der Spree und im Oberlauf der Dahme, stark reduziert. Die Böden in der Lausitz zeigen außergewöhnliche Trockenheit, während die Winterniederschläge nicht ausreichten, um den Wasserhaushalt für die Sommermonate zu stabilisieren. Ab dem 17. Juli 2023 stellte das Landesamt für Umwelt die erste Phase des Niedrigwasserkonzepts für das mittlere Spreegebiet fest, so dass Einschränkungen bei Wasserentnahmen notwendig wurden, wie Dahme-Spreewald informiert.
Herausforderungen für die Zukunft
Der Landkreis befindet sich an einem kritischen Punkt: Wasser ist nicht mehr nur ein kostenloses Gut, sondern wird zunehmend zum Wettkampfgut zwischen Landwirtschaft, Tourismus, Naturschutz und Siedlungsstrukturen. Die durchschnittliche Temperatur in Brandenburg überstieg 2025 das langjährige Mittel, während die Niederschläge darunter blieben. Der NABU fordert deshalb dringend Maßnahmen, um das Tauwetter besser zu nutzen. Schmelzender Schnee sollte in den Boden einsickern, um die Grundwasserneubildung zu unterstützen. Aktuell werden Stützungsmengen Wasser aus sächsischen Talsperren abgerufen, um den Abfluss der Spree zu gewährleisten, jedoch ist dies nur eine vorübergehende Lösung, die Brandenburgs Umweltministerium unterstützt.
Ein weiteres Anliegen des NABU ist die Neugestaltung der Steuerung von Entwässerungsanlagen. Kritische Entwässerungssysteme in der Landwirtschaft tragen zur Verschwendung wertvollen Wassers bei und müssen reformiert werden. Die bevorstehende Novellierung des Wassergesetzes wird als Gelegenheit gesehen, grundlegende Veränderungen herbeizuführen. Zukünftig sollen Wasserentnahmen nur bei Vorliegen vollständiger Daten genehmigt werden, und eine Erlaubnispflicht soll für alle relevanten Entnahmen gelten.
Handlungsbedarf für alle Wassernutzer
Die aktuelle Wassernutzung zeigt große Ungleichgewichte: Während private Haushalte für den Wasserverbrauch zahlen, profitieren viele industrielle und landwirtschaftliche Nutzer ungerechtfertigt. Das Wassergesetz wird auch Naturschutzgebiete, Seenlandschaften und die Trinkwasserversorgung betreffen. Die Novellierung kann dazu beitragen, den Verbrauch zu senken und die Wasserressourcen zu schonen, fordert der NABU und hofft auf konkrete gesetzliche Regelungen aus dem Dialogprozess. Die Zukunft des Wassers im Dahme-Spreewald steht auf der Kippe, und es ist höchste Zeit zu handeln.
Wir beobachten die Entwicklungen mit Spannung und hoffen auf positive Fortschritte im Umgang mit einer der wertvollsten Ressourcen, die wir haben: unserem Wasser. Der Landkreis Dahme-Spreewald hat die Chance, ein gutes Beispiel für nachhaltigen Umgang mit Wasser zu setzen und den Verlust wertvoller Wasserressourcen zu stoppen.
