Kita „Am Markt“ in Wildau vorübergehend geschlossen – Tragödie erschüttert!
Ein Schock für die Gemeinde Wildau: Die städtische Kita „Am Markt“ bleibt bis einschließlich Freitag, den 5. Dezember, geschlossen. Der Grund für diese unerwartete Maßnahme ist der plötzliche Tod des langjährigen Hausmeisters, der am Mittwoch, dem 3. Dezember, während seiner Arbeitszeit leblos in der Werkstatt aufgefunden wurde. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche konnte seinem Leben nicht mehr geholfen werden, die Todesursache wird aktuell untersucht. Bürgermeister Frank Nerlich (parteilos) informierte die betroffenen Eltern schnellstmöglich und sprach sein Mitgefühl den Angehörigen des Verstorbenen sowie den Mitarbeitenden aus.
In dieser schwierigen Zeit hat sich die Stadtverwaltung entschieden, die Kita aus Gründen des Schutzes und Wohlbefindens der Beschäftigten für zwei Tage zu schließen. So können sich die Mitarbeitenden in Ruhe auf die Situation einstellen und ihre Gedanken sortieren. Bürgermeister Nerlich betonte in seiner Mitteilung, dass die Schließung auch dazu dienen soll, das mentale Wohlbefinden der Mitarbeitenden wiederherzustellen, da der plötzliche Vorfall sicher viele betroffen hat.
Betreuung und Unterstützung für Mitarbeitende und Eltern
Die Kita bietet rund 40 Erzieherinnen und Erziehern Platz für etwa 200 Kinder. In den nächsten Tagen werden Notfallseelsorger zur Verfügung stehen, um den Mitarbeitenden beizustehen. Außerdem plant die Einrichtung, die Eltern auf verschiedene Weisen zu informieren, nicht nur über Aushänge, sondern auch durch persönliche Gespräche. Die Eltern wurden gebeten, ihre Kinder, wenn möglich, am Mittwoch so früh wie möglich abzuholen, um den Übergang zu erleichtern.
Für Eltern, die Fragen oder Anliegen bezüglich des Vorfalls haben, stehen die städtische Kita-Verwaltung sowie zahlreiche Telefonnummern zur Verfügung. Ein respektvoller und einfühlsamer Austausch ist in dieser Situation von größter Wichtigkeit.
Trauerbewältigung in der Kita
Die Herausforderungen, die mit einem Trauerfall in einer Bildungseinrichtung einhergehen, sind nicht zu unterschätzen. Die Mitarbeitenden müssen nicht nur über den Vorfall informiert werden, sondern auch die emotionalen Bedürfnisse der Kinder und deren Familien sollten berücksichtigt werden. Die Einrichtung wird sich gemäß einem strukturierten Ansatz darum kümmern, dass alle betroffenen Personen, einschließlich der Kinder, die nötige Unterstützung erhalten. Die Informationen werden dabei in einem für die Kinder verständlichen Rahmen gegeben.
Es wird zudem überlegt, ob kreative Angebote, Rituale oder ein gemeinsames Gebet angeboten werden können, um den Kindern zu helfen, mit der Situation besser umzugehen. Die Kita wird auch einen Raum bereitstellen, in dem die Mitarbeitenden und betroffene Eltern ihre Gefühle und Erlebnisse austauschen können.
Die Kita „Am Markt“ ist in der denkmalgeschützten Schwartzkopffsiedlung gelegen und etwa zwei Minuten vom S-Bahnhof Wildau entfernt. Ab Montag, dem 8. Dezember, soll der reguläre Betrieb voraussichtlich wieder aufgenommen werden. Die Stadtverwaltung und das Kita-Team stehen bereit, um den Eltern und Kindern auch nach der Schließung in dieser schwierigen Phase beizustehen. Die Tragik des Verlusts wird zweifellos noch lange nachwirken und bedarf einer sensiblen Handhabung.
Ein versierter Umgang mit Trauer und Verlust kann dabei helfen, die Schockwellen eines abrupten Abschieds aufzufangen. Weiterführende Informationen über Trauerbewältigung und Unterstützung finden Interessierte auch auf Websites wie aktionsseite-kita.de und donbosco-medien.de, die entsprechende Materialien und Hilfen anbieten, um in solchen Fällen adäquat reagieren zu können.
