Am Samstag, dem 18. April 2026, lädt die Stadt Wildau zu einer spannenden Stadtführung ein, die einen tiefen Einblick in die Geschichte des früheren Werksgeländes der Berliner Maschinenbau AG (BMAG) bietet. Um 11 Uhr startet die Tour am S-Bahnhof Wildau, und wie es sich gehört, ist die Teilnahme kostenlos. Organisiert wird die Veranstaltung von der Stadt Wildau in Zusammenarbeit mit den Ortschronisten. Die Teilnehmer treffen sich am Ausgang in Richtung der Technischen Hochschule Wildau am Ludwig-Witthöft-Platz.
Die Führung verspricht nicht nur einen Rundgang über das historische Werksgelände, sondern auch eine informative Reise durch die industrielle Entwicklung Wildaus. Hier wird die Bedeutung des Werksgeländes als historischer Ort lebendig, und die Teilnehmer erhalten wertvolle Informationen zur Geschichte dieses wichtigen Industriestandorts. Um an der Stadtführung teilzunehmen, ist jedoch eine vorherige Anmeldung erforderlich. Interessierte können sich telefonisch unter 03375 / 5054-34 oder per E-Mail an stadtmarketing@wildau.de anmelden.
Ein Blick auf die Schwartzkopff-Siedlung
Die Stadtführung in Wildau ist Teil einer Reihe regelmäßiger Stadtführungen, die sowohl für Einwohner als auch für Besucher angeboten werden. Ein weiteres Highlight ist die Schwartzkopff-Siedlung, die Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurde, um den Werktätigen ein komfortables Leben zu bieten. Diese Siedlung entstand direkt neben dem Werksgelände und zeichnet sich durch ihre durchdachte Struktur und Architektur aus. Es handelt sich um eine Einheit, die mit Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten, einem Festplatz und sogar einem Bootshaus ausgestattet ist.
Die Siedlung wurde nach Louis Schwartzkopff benannt, dem Gründer der BMAG, und in den Jahren bis 1918 entstanden hier etwa 950 Wohnungen für die Betriebsangehörigen und deren Familien. Die idyllische Lage in der Nähe der Dahme und des Zeuthener Sees macht die Schwartzkopff-Siedlung zu einem attraktiven Wohnort, der auch kulturelle Einrichtungen wie das Kulturhaus „Casino“ bietet.
Die Rolle der Industriekultur in Wildau
Im Kontext der Stadtführung wird auch die Industriekultur Wildaus thematisiert. Der historische Wandel, den die Berliner Maschinenbau AG vom Berliner Zentrum nach Wildau vollzogen hat, zeigt die bedeutende Rolle, die diese Region in der industriellen Entwicklung Deutschlands spielt. Die Werkssiedlung, die Ende des 19. Jahrhunderts begann, wird auch heute noch geschätzt. Viele der historischen Gebäude wurden in den 1990er-Jahren denkmalgerecht saniert, was 2012 die Auszeichnung mit dem Deutschen Bauherrenpreis nach sich zog.
Auf dem ehemaligen Werksgelände hat sich mittlerweile die Technische Hochschule Wildau etabliert, die größte ihrer Art in Brandenburg. Ein besonderes Highlight auf dem Campus ist eine Dampflok der Baureihe 52, die als Teil der industriellen Geschichte Wildaus dient. Für Interessierte gibt es zudem einen Audioguide zur Industriekultur in Wildau, der in der App Hearonymus verfügbar ist und zehn Kapitel über 120 Jahre Stadtgeschichte abdeckt.
Die Stadtführung am 18. April 2026 stellt somit eine hervorragende Gelegenheit dar, die Geschichte und Entwicklung Wildaus hautnah zu erleben. Sei es für Einheimische oder für Besucher – dieses Event bietet einen wertvollen Einblick in die industrielle Vergangenheit und die kulturelle Identität der Stadt. Weitere Informationen zur Stadtführung sind auf der Webseite der Stadt Wildau zu finden. Bei Fragen zur Anmeldung können sich Interessierte auch direkt an Frau Lützelberger in der Stadtverwaltung wenden unter der Telefonnummer 03375/505463.