Eisrettungen in Brandenburg: Gefahren und Sicherheitshinweise im Winter
Die kalte Jahreszeit hat Brandenburg fest im Griff, und mit ihr die damit verbundenen Gefahren auf zugefrorenen Gewässern. In den letzten Wochen mussten die Brandenburger Feuerwehren bereits mehrere Menschen vom Eis retten. Besonders in den Landkreisen Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark kam es zu Einsätzen, bei denen Personen stürzten und in Not gerieten. In Brandenburg an der Havel wurden drei Kinder auf einer nicht ausreichend durchgefrorenen Wasserfläche gesichtet, die glücklicherweise bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr von der Polizei gerettet werden konnten. Die Situation hat jedoch auch ihre Schattenseiten: In Potsdam kam es zu zwei Einsätzen wegen Hunden auf Eisflächen. Während ein Hund gerettet werden konnte, gilt der andere als vermisst und könnte möglicherweise gestorben sein.
Am Sonntag wurde in Potsdam an der Glienicker Brücke eine leblose Person aus dem Treibeis geborgen. Ein weiterer Vorfall im Nordosten Brandenburgs zeigt, wie tückisch die Eisflächen sein können: Hier rettete die Feuerwehr eine Person, die medizinisch versorgt werden musste. Eine weitere Person stürzte, konnte sich jedoch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte selbst in Sicherheit bringen. Interessanterweise gab es im Brandenburger Süden bisher keine Eisrettungen. Die Feuerwehren sind jedoch gut vorbereitet und üben regelmäßig die Eisrettung, sowohl theoretisch als auch praktisch, unter Einsatz von Mehrzweckbooten, Schlauchbooten, Kälteschutzanzügen und Rettungsstegen. Mehr dazu hier.
Wichtige Sicherheitshinweise
Die Wasserschutzpolizei gibt klare Empfehlungen: Niemals alleine aufs Eis gehen, fließende Gewässer meiden und Eisflächen unter Brücken sind tabu. Diese Ratschläge sind besonders wichtig, denn die Gefahren sind vielfältig. Ein Vertreter der Feuerwehr warnte vor den Lebensgefahren, die mit dem Betreten von Eisflächen verbunden sind. In Berlin beispielsweise brachen kürzlich zwei Personen, darunter ein Kind, ins Eis ein. Ersthelfer mussten alarmiert werden, um die Betroffenen zu retten. Die Feuerwehr nutzt solche Einsätze auch, um ihre Übungen zu verbessern und die Bevölkerung über die Risiken aufzuklären. Lesen Sie mehr darüber hier.
Ein Angler in Neubrandenburg erlebte ebenfalls einen Schreckmoment, als er ins Eis einbrach. Die Feuerwehr musste gerufen werden, um ihn zu retten. In einer weiteren Situation in Mönchengladbach steckten zwei Schwäne im Eis fest, was die Feuerwehr ebenfalls zur Durchführung einer Eisrettungsübung nutzte. Die Behörden warnen eindringlich vor Unterkühlung und den lebensbedrohlichen Folgen eines Einbruchs ins Eis. Bei Eisrettungen ist es wichtig, die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 zu alarmieren und einige grundlegende Sicherheitstipps zu beachten:
- Eis nicht betreten, wenn es knistert, Risse hat oder Wasser auftritt.
- Flach hinlegen und vorsichtig zum Ufer robben, wenn man auf dem Eis ist.
- Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen.
- Rettungsgeräte wie Ringe, Leinen oder Äste nutzen.
- Gerettete Personen in warme Decken hüllen und vorsichtig erwärmen.
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Während die Feuerwehren ihre Einsätze gewissenhaft durchführen, zeigt sich, dass auch die Tierwelt unter den frostigen Temperaturen leidet. Im Landkreis Barnim wurde eine Notzeit für Wildtiere ausgerufen, um sicherzustellen, dass Revierpächter und Jäger Wild füttern, um das Überleben der Tiere während des anhaltenden Frosts zu sichern. Diese Maßnahmen sind wichtig, um das Ökosystem in der Region zu schützen. Erfahren Sie mehr über diese Initiative hier.
Der eisige Winter hat auch seine Auswirkungen auf die Freizeitgestaltung. Stadtführungen in Potsdam sind durch die Kälte erschwert, was zur Unsicherheit über die Zahl der Touristen in der Winterzeit führt. Die Menschen sind gut beraten, die Hinweise der Feuerwehr ernst zu nehmen und auf die eigene Sicherheit zu achten, um gefährliche Situationen auf dem Eis zu vermeiden. Denken Sie daran: Sicherheit geht vor!
