Sternsinger bringen Licht ins Dunkel: Kinderrechte im Fokus im Landtag!
Am 6. Januar 2026 ist es wieder soweit: Die Sternsingerinnen und -singer kommen in den Landtag Brandenburg. Prof. Dr. Ulrike Liedtke, die Landtagspräsidentin, wird die Gruppe aus Teltow, Kleinmachnow, Falkensee und Potsdam um 12:30 Uhr im Plenarsaal empfangen. Diese Aktion, die in vielen Teilen Deutschlands Tradition hat, vereinigt Kinder und Jugendliche zu einem gemeinsamen Ziel: Das Motto des diesjährigen Dreikönigssingens lautet „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“.
Mit dieser Botschaft setzen sich die Sternsinger für die Rechte von Minderjährigen weltweit ein. Insbesondere im Fokus steht die Situation in Bangladesch, wo viele Kinder unter erschreckenden Bedingungen arbeiten müssen. Rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche sind betroffen, von denen 1,1 Millionen in gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Verhältnissen gefangen sind. Organisationen wie die Abdur Rashid Khan Thakur Foundation und Caritas Bangladesch engagieren sich unermüdlich dafür, diesen Kindern zu helfen, indem sie sie aus den Arbeitsverhältnissen befreien und deren Wiedereingliederung in das Bildungssystem unterstützen.
Weltweite Solidarität
Die Solidaritätsaktion wird nicht nur in Brandenburg, sondern in ganz Deutschland groß gefeiert. Ab dem 28. Dezember ziehen Kinder von Tür zu Tür, um Spenden zu sammeln, die denjenigen zugutekommen, deren Rechte verletzt werden. 2023 kamen bei dieser Aktion rund 46 Millionen Euro zusammen – ein beeindruckender Betrag, der über 1.110 Projekte in 91 Ländern ermöglicht. Unter den Hilfsprojekten befinden sich Initiativen von Afghanistan bis zur Zentralafrikanischen Republik, die auf Bildung, Gesundheit und den Schutz der Rechte von Kindern abzielen.
Die Sternsingeraktion ist nicht nur eine deutsche Sache; sie ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Laut aktuellen Berichten sind auch Zehntausende ehrenamtliche Helfer beteiligt, die sich für die Kinderrechte stark machen. Insbesondere wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, Kinderrechte zu stärken, die 35 Jahre nach Inkrafttreten der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen weiterhin bedroht sind.
Ein Blick nach vorn
Pfarrer Dirk Bingener, der sich für die Aktion stark macht, erwartet, dass ebenso viele Freiwillige wie im letzten Jahr, als knapp 8.300 Pfarreien und Gruppen beteiligt waren, sich auch dieses Mal engagieren werden. Die Herausforderungen sind groß, aber die Streiter für die Kinderrechte sind zahlreich. Die Sternsinger stehen somit nicht nur für eine wunderschöne Tradition, sondern auch für einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zu einer besseren Zukunft für die nächsten Generationen.
Geld, das aus dieser Aktion gesammelt wird, unterstützt über 2.000 Projekte für notleidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Ozeanien und Osteuropa. Es ist eine klare Botschaft: Bildung und Schutz sind keine Privilegien, sondern Rechte für alle Kinder – weltweit.
In diesem Jahr wird die Stimme für die Rechte der Kinder umso lauter erklingen, und die Sternsinger hoffen, durch ihre Aktivitäten einen bedeutenden Unterschied im Leben vieler junger Menschen zu bewirken. Seien Sie also bereit, wenn die Sternsinger an Ihre Tür kommen und tragen Sie dazu bei, dass Kinder in Not eine bessere Zukunft erhalten.
Mehr Informationen zur Sternsingeraktion finden Sie auf den Seiten von Landtag Brandenburg, Sternsinger.de und Vatican News.
