Im Brandenburgischen Raum tut sich was! Die Vorplanung für die S-Bahnverlängerung der S25 Süd von Teltow Stadt nach Stahnsdorf ist nun abgeschlossen. Dieses Projekt entstammt dem ambitionierten i2030-Programm, das darauf abzielt, den Schienenverkehr in der Region entscheidend zu verbessern. Dies berichtet vbb.de, das die Partnerschaft zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg, der Deutschen Bahn und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) unterstreicht.

Ein entscheidender Schritt ist der kürzlich getroffene Variantenentscheid für den Ausbau der Strecke. Gespräche über die Ergebnisse dieser Vorplanung mit den kommunalen Partnern Teltow und Stahnsdorf laufen bereits. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen sich auf eine erste öffentliche Informationsveranstaltung Anfang 2026 freuen.

Finanzierung und Eckpunkte des Projekts

Die Finanzierung ist gesichert: Brandenburg stellt 27,9 Millionen Euro und Berlin 18,8 Millionen Euro zur Verfügung, um die Entwurfs- und Genehmigungsplanung voranzutreiben. Für die spätere bauliche Umsetzung ist eine bundesweite Förderung im Rahmen des GVFG mit Unterstützung der Länder geplant. Das Ziel bleibt klar: eine durchgehende zweigleisige Strecke zwischen den beiden Städten. Dabei soll ein 10-Minuten-Takt und eine stabile Betriebsqualität garantizar werden.

Einige wichtige Eckpunkte des Projekts umfassen:

  • Die S-Bahnstrecke quert die Ruhlsdorfer/Whitehorsestraße in Teltow unterhalb des Straßenniveaus.
  • Die Iserstraße wird fast auf Straßenniveau überquert, was eingreifende Maßnahmen ins Stadtbild minimiert.
  • Eine neue Fußgänger- und Radfahrerunterführung an der Iserstraße sorgt für sichere Übergänge.
  • Der motorisierte Verkehr wird über eine neue Biomalzspange geleitet.
  • Die neue S-Bahnstation „Iserstraße“ wird barrierefrei zwischen Iserstraße und Biomalzspange errichtet.
  • Ein zweiter Haltepunkt, die Station „Sputendorfer Straße“, in Stahnsdorf wird als Endpunkt der Strecke dienen.
  • Die Planung umfasst zudem zusätzliche Abstellgleise für vier S-Bahnzüge in Stahnsdorf.
  • Ein eingleisiger Abschnitt zwischen Berlin Südende und Berlin-Lichterfelde Ost wird ebenfalls zweigleisig ausgebaut.

Das i2030-Projekt im Überblick

Doch das i2030-Projekt umfasst noch viel mehr. Ziel ist es, den Schienenverkehr in Brandenburg und Berlin insgesamt zu verbessern und auszubauen. Zu den geplanten Maßnahmen gehören der Ausbau von 180 Kilometern Schiene in neun Korridoren sowie der Neubau, die Ertüchtigung oder Reaktivierung von 99 Bahnhöfen. Der erste Korridor, der in Angriff genommen wird, ist der Wiederaufbau der Heidekrautbahn, mit regionalem Zugbetrieb, der schon Ende 2024 beginnen soll, als weitere große Vorhaben gilt der Prignitz-Express (PEX).

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Die Vielzahl an Projekten und die damit verbundene Komplexität stellen hohe Anforderungen an die Planungs- und Bauzeit. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) berichtet, dass für 2021 rund 540 Millionen Euro für den öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung standen, wovon ein erheblicher Teil in die Schiene investiert wird. Die ambitionierten Pläne zielen darauf ab, die Mobilität für Fahrgäste in der gesamten Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg merklich zu verbessern, wie auch berlin.de bekräftigt.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Umsetzung all dieser Projekte entwickeln wird. Eines ist sicher: Der Schienenverkehr in Brandenburg und Berlin wird in den kommenden Jahren einen bemerkenswerten Sprung nach vorne machen, da liegt was an!