Teltows Sportplatz-Sanierung: Kosten explodieren, Finanzierung durch Kita-Einsparungen!
Im idyllischen Teltow wird die Sanierung des John-Schehr-Sportplatzes zu einer finanziellen Herausforderung. Der Zeitplan für die Renovierungsarbeiten wird derzeit überarbeitet. Ursprünglich sollten die Arbeiten im Sommer 2025 beginnen, doch die Kosten haben sich mehr als verdoppelt. Wie maz-online.de berichtet, sind die veranschlagten Ausgaben von 350.000 Euro auf stolze 800.000 Euro gestiegen.
Was steckt hinter diesen enormen Kosten? Die ursprüngliche Planung sah vor, lediglich den Kunststoffbelag auszutauschen. Doch bei näherer Betrachtung erwies sich der Zustand des Untergrundes als marode: Wasser konnte nicht mehr richtig abfließen und der Granulatboden wirkte nicht mehr dämpfend. Zum Glück gibt es Hoffnung auf eine umweltfreundliche Lösung. Eine komplett neue, umweltfreundliche Elastikschicht wird installiert, und parallel dazu wird der Boden teilweise saniert. Diese Variante wurde als die beste Option ausgewählt, auch wenn sie mit 800.000 Euro zu Buche schlägt.
Initiativen zur Finanzierung
Die Stadt Teltow kann sich die teurere Variante leisten, nicht zuletzt dank des Kita-Eigenbetriebs Menschenskinder, der 1,5 Millionen Euro weniger Zuschüsse benötigt als zunächst prognostiziert. Diese positive Entwicklung ist auf Fördergelder und weniger Kinder, die weniger Personal erforderten, zurückzuführen. Durch den fortschrittlichen Wirtschaftsplan kann Teltow somit den Zugang zu modernen Sportanlagen sichern.
Zusätzlich zu den Sanierungsarbeiten wird die Stadt auch an der Sicherheit der Radfahrer und Fußgänger tätig. Ein Antrag soll verbessert werden, um die Sicherheit an der Kurve vor dem Sportplatz zu erhöhen. Die Fraktionen von SPD sowie Grüne/Linke/Piraten setzen sich dafür ein, eventuelle Unfallrisiken zu analysieren und zu beseitigen.
Geschichte des Sportplatzes
Der John-Schehr-Sportplatz hat eine bewegte Geschichte. Nach dem aufwendigen Umbau von 2001 bis 2002, in dem das alte, marode Sportstadion modernisiert wurde, wurden zahlreiche neue Einrichtungen geschaffen: eine 400 Meter lange Laufbahn, ein sandgefülltes Kunstrasenspielfeld und weitere Sportmöglichkeiten. In den Jahren 2009-2010 erhielt der Kunstrasen ein Upgrade, während die Tragschichten weiterhin ihren Dienst taten, ohne erneuert werden zu müssen, wie planb-berlin.eu informiert.
Dank des neuen Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ könnten auch andere Städte von Fördermitteln profitieren. Der Bund hat bereits 333 Millionen Euro bereitgestellt, um die Renovierung und Modernisierung sportlicher Einrichtungen in ganz Deutschland voranzutreiben. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf Nachhaltigkeit und energetischen Standards, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Stadtentwicklung anmerkt. Bis zu einer Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode zur Verfügung gestellt, um auch Teltow künftig in die Reihe der modernen, barrierefreien Sportstätten einzuordnen.
