In der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam findet am 4. Mai eine spannende Pop-up-Ausstellung statt, die die Entwicklung der Städtebauförderung in den letzten 35 Jahren beleuchtet. Unter dem Motto „35 Jahre Städtebauförderung“ lädt das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (MIL) alle Interessierten ein, sich von 10 bis 17 Uhr vor dem Brandenburger Tor am Ende der Brandenburger Straße inspirieren zu lassen. Die Eröffnung wird von Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) und dem parteilosen Baubeigeordneten Bernd Rubelt begleitet, die beiden Herren haben sich zu einem wichtigen Teil dieser Erfolgsgeschichte zusammengefunden.
Die Ausstellung ist nicht nur ein Blick zurück auf die Erfolge der Städtebauförderung, sondern auch ein Teil einer landesweiten Reihe, die in insgesamt fünf brandenburgischen Städten zu sehen sein wird. Neben Potsdam stehen Neuruppin, Cottbus, Brandenburg an der Havel und Eberswalde auf dem Programm. Besucher dürfen sich auf großformatige Ausstellungswürfel, eine kleine Indoor-Ausstellung mit Fotos und Hintergrundinformationen sowie interaktive Elemente, wie ein Glücksrad mit Fragen zu den Städten, freuen.
Ein Blick auf die Erfolge der Förderung
Die Städtebauförderung in Brandenburg ist ein bemerkenswertes Erfolgsmodell, das seit 1991 insgesamt rund 4,1 Milliarden Euro in 401 brandenburgische Kommunen geflossen sind. Diese Gelder stammen aus verschiedenen Bund-/Länderprogrammen und sind ein Beweis für die langanhaltende Unterstützung und Zusammenarbeit zwischen Bund, Land und Kommunen. Im Jahr 2025 wurden beispielsweise etwa 76 Millionen Euro für 116 Gesamtmaßnahmen in 69 Kommunen bewilligt, was einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität vor Ort hat.
Prof. Dr. Thomas Drachenberg, Brandenburgischer Landeskonservator, beschreibt die Städtebauförderung als eines der erfolgreichsten Programme zur nachhaltigen Sanierung des Baubestandes in Deutschland. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Kontinuität und der Förderung des Dialogs zwischen den verschiedenen Akteuren. Das zeigt sich nicht nur in der Sanierung von einstürzenden Altbauten, sondern auch in der Entwicklung lebendiger Stadtkerne und der Verbesserung der Lebensqualität für die Bürger.
Nachhaltige Stadtentwicklung für die Zukunft
Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine gleichwertige und nachhaltige Daseinsvorsorge zu fördern. Ab 2020 konzentriert sich die Förderung auf drei Programme: „Lebendige Zentren“ zur Erhaltung und Entwicklung der Orts- und Stadtkerne, „Sozialer Zusammenhalt“ zum gemeinsamen Gestalten des Zusammenlebens im Quartier sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ zur Schaffung lebenswerter Quartiere. Diese Schwerpunkte orientieren sich an aktuellen Herausforderungen wie der globalen Erwärmung und dem demografischen Wandel.
Die Pop-up-Ausstellung in Potsdam ist somit nicht nur eine Feier der bisherigen Erfolge, sondern auch ein Schritt in eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung, die alle Bürger einbezieht. Für weitere Informationen zu den Veranstaltungen und Themen der Städtebauförderung in Brandenburg empfehlen wir, einen Blick hier zu werfen. Außerdem gibt es detaillierte Einblicke in die Bilanz der Städtebauförderung hier.