Das Baumblütenfest in Werder (Havel), ein echtes Highlight im Veranstaltungskalender, hat auch dieses Jahr wieder für strahlende Gesichter gesorgt. Vom 25. April bis zum 3. Mai 2026 erlebten Besucher die blühende Pracht der Obstplantagen und Gärten in vollen Zügen. Das dreistufige Konzept, das sich im dritten Jahr bewährt hat, bot eine Mischung aus ländlicher Idylle und urbanem Feiern, die kaum zu übertreffen ist.
Der Auftakt fiel auf den 25. April, als rund 20 Obsthöfe und Gärten ihre Türen öffneten. Hier konnten die Gäste nicht nur die blühenden Bäume bewundern, sondern auch die köstlichen regionalen Spezialitäten verkosten. Dr. Reinhard Schmidt, Vorsitzender des Werderschen Obst- und Gartenbauvereins, berichtete begeistert von den sehr gut besuchten Höfen und Gärten. Beliebte Sorten wie die Schwarze Johannisbeere waren teilweise schon in den ersten Tagen ausverkauft – und das bei dem herrlichen Wetter! Die Sonne strahlte mit den Besuchern um die Wette, und das trug zur allgemeinen Zufriedenheit bei.
Rummel und Volksfest: Ein Fest für die ganze Familie
Am 29. April startete dann der Rummel in der Innenstadt, der mit einem Kinderbereich auf der Insel am Ufer des Mühlenbergs für jede Altersgruppe etwas bereithielt. Insgesamt standen 20 Fahrgeschäfte bereit, die den Adrenalinkick suchenden Besuchern ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Und natürlich durfte die Livemusik nicht fehlen: Rund 30 Bands und DJs sorgten auf drei Volksfestbühnen und im Partytower für die richtige Stimmung. Markus Steffens, Partner der kommunalen Veranstaltungsgesellschaft Werder, zog ein durchweg positives Fazit zum 147. Baumblütenfest.
Das Volksfest selbst erstreckte sich vom 1. bis 3. Mai und bot ein buntes Programm für Groß und Klein. Die Festmeile, die sich vom Hohen Weg über den Plantagenplatz bis hin zum Marktplatz zog, war ein Schlaraffenland der kulinarischen Vielfalt. Hier fanden die Besucher nicht nur original Werderaner Obstwein, sondern auch viele andere regionale Köstlichkeiten. Und das Beste? Der Eintritt war für alle frei! Auch die Konzerte im Rahmen des Volksfestes waren ein echtes Schnäppchen für die Ohren.
Ein ganz besonderes Erlebnis
Der Festumzug am 2. Mai war der krönende Abschluss mit 58 Gruppen und Vereinen, die Tanz, Musik, Sport und kreative Beiträge präsentierten. Es war ein Fest für die Sinne, bei dem man sich leicht von der festlichen Atmosphäre mitreißen lassen konnte. Begegnungen mit der Baumblütenkönigin und der Kirschkönigin, dazu die Klänge des Liedermachers Karsten Perenz in den Obstweinschänken – das alles machte das Fest zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Die Anreise gestaltete sich dank der Blütenfahrten der regiobus Potsdam-Mittelmark ganz unkompliziert. Vom Bahnhof Werder aus konnte man die Blütenrundfahrten nutzen, die an 13 Haltestellen entlang des Obstpanoramawegs hielten. Ein zentraler Parkplatz für PKW-Anreisende stellte sicher, dass auch Autofahrer bequem zum Fest gelangen konnten. Und wer etwas verloren hatte? Der Fundbüro im Gerätehaus der Feuerwehr in Werder war im Fall der Fälle die richtige Anlaufstelle.
Ein großes Dankeschön an alle, die das Baumblütenfest so lebendig gemacht haben – von den Obstbauern und Produzenten, die die Gäste herzlich empfingen, bis hin zu den unzähligen Helfern, die im Hintergrund dafür sorgten, dass alles reibungslos ablief. Das Fest hat nicht nur die blühenden Bäume, sondern auch die Herzen der Menschen erblühen lassen und wird sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.