In einem kleinen, lebendigen Viertel von Potsdam Bornstedt lebt die Familie von Merle (32) und Marcus (35) mit ihren beiden Töchtern Wilma (5) und Greta (2). Ein wenig skurril, aber auch schön: Alle vier sind an einem Mittwoch geboren. Merle und Marcus haben ihre Kinder in einem Geburtshaus zur Welt gebracht, was für Merle eine ganz neue Erfahrung war. Erst während ihrer Schwangerschaft mit Wilma stieß sie auf diese Option. Es war eine Entscheidung, die beide Elternteile als selbstbestimmt empfanden, und beide Geburten verliefen im Geburtspool – eine fast magische Atmosphäre, in der neues Leben das Licht der Welt erblickt. Merle fühlte sich nach der Entbindung schnell wieder wohl und trat voller Energie in den Alltag zurück.

Die beiden Schwestern haben ganz unterschiedliche Charaktere: Greta ist die Durchsetzungsfähige, während Wilma eher zurückhaltend und harmoniebedürftig ist. Die Familie, die ohne nahe Verwandtschaft auskommt, hat sich als „Vierergespann“ gut organisiert. Marcus pendelt nach Berlin für die Arbeit und hat einen strukturierten Tagesablauf: Um 5:30 Uhr steht er auf, während Merle die Kinder zur Kita bringt. Abends gibt es eine kleine Tradition – ein gemeinsames Buchlesen im Kinderzimmer, bevor die Kleinen ins Bett gehen. Und an den Wochenenden? Da zieht es sie oft in ihren Kleingarten, der ein kleines Stück Natur zwischen Kita und Wohnung bietet.

Familienrituale und Achtsamkeit

In der heutigen Zeit, wo der Druck auf Familien stetig steigt, ist Achtsamkeit ein wichtiges Thema für Merle und Marcus. Sie haben gelernt, wie wichtig es ist, Zeit für sich selbst zu finden – eine Herausforderung, die viele Eltern kennen. In stressigen Momenten kommunizieren sie nonverbal, unterstützen sich gegenseitig und helfen sich, wenn ein Kind krank ist. Merle erklärt den Mädchen, dass Streit normal ist und dass auch Eltern Pausen brauchen. Es ist ein Prozess, der nicht immer leicht ist, aber das bewusste Handeln der Eltern schafft tiefere Verbindungen zu den Kindern.

Ein regelmäßiges Familienritual, das sie eingeführt haben, sind gemeinsame Mahlzeiten ohne Ablenkungen. So können sie sich ganz auf den Geschmack, die Textur und den Essakt konzentrieren. Laut der Forschung von Dr. Susan Albers fördert bewusstes Essen eine gesunde Beziehung zum Essen und steigert das Wohlbefinden. Das klingt doch nach einer einfachen, aber effektiven Methode, um auch die Kommunikation am Tisch zu fördern!

Zusätzlich zu den Mahlzeiten haben Merle und Marcus auch die Familienmeditation entdeckt. Gemeinsam atmen sie tief ein und aus, konzentrieren sich auf den gegenwärtigen Moment und schaffen eine ruhige Atmosphäre. Das hilft nicht nur beim Stressabbau, sondern fördert auch die Achtsamkeit – und das ist gerade in einem hektischen Alltag Gold wert. Die Natur spielt ebenfalls eine große Rolle in ihrem Leben. Sei es ein Spaziergang im Park oder ein Ausflug ins Grüne, die Kinder dürfen die Umgebung bewusst wahrnehmen. Dr. Rachel Kaplan betont, dass Naturerlebnisse emotionale Erholung bieten und die Familienbande stärken können.

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Dankbarkeit und kreative Auszeiten

Ein weiteres Ritual, das die Familie pflegt, ist das Teilen von Dankbarkeit. Sie erzählen sich, wofür sie an diesem Tag dankbar sind, was nicht nur positive Gedanken fördert, sondern auch die Stimmung hebt. Dr. Robert Emmons hebt die positiven Auswirkungen der Dankbarkeitspraxis auf das emotionale Wohlbefinden hervor, und das merkt man den Vierlingen auch an!

Gemeinsame kreative Aktivitäten sind ein weiteres Highlight im Familienalltag. Ob Basteln, Malen oder Spielen – all das fördert die Kreativität und das Zusammenspiel. Dabei wird nicht nur die Konzentration auf den gegenwärtigen Moment gestärkt, sondern auch das Teilen von Ideen und die Zusammenarbeit, die die familiäre Verbundenheit festigen. Studien zeigen, dass kreative Aktivitäten das emotionale Wohlbefinden steigern. Und das ist in einer Zeit, in der Familien oft unter Druck stehen, mehr denn je wichtig.

Die Integration dieser Achtsamkeitsprinzipien in den Alltag der Familie von Merle und Marcus zeigt, wie wichtig es ist, bewusst mit den Herausforderungen umzugehen, die das Elternsein mit sich bringt. Die Präsenz der Eltern und ihre Reaktionen beeinflussen die familiäre Atmosphäre und die emotionale Entwicklung der Kinder. Es ist nicht immer einfach, aber die Mühe lohnt sich, um harmonischere Beziehungen innerhalb der Familie zu fördern.