Ein Plädoyer für Menschlichkeit: Potsdam trauert um Holger Matthiessen
Heute ist der 20.05.2026 und in Potsdam ist die Trauer spürbar. Holger Matthiessen, der Präsident des Landgerichts Potsdam, ist im Alter von 61 Jahren überraschend verstorben. Eine Nachricht, die wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam, am Mittwoch offiziell bekannt gegeben und vom Oberlandesgericht Brandenburg bestätigt wurde. Matthiessen hinterlässt nicht nur eine Ehefrau und einen Sohn, sondern auch ein Erbe als verantwortungsvoller Vorgesetzter und kluger Jurist, der von seinen Kollegen und Freunden sehr geschätzt wurde.
Sein plötzlicher Tod hat eine schmerzhafte Lücke hinterlassen, die nur schwer zu füllen sein wird. Eine gemeinsame Pressemitteilung des Oberlandesgerichts und des Justizministeriums Brandenburg beschreibt ihn als zugewandten Menschen, der stets ein offenes Ohr hatte. Am Dienstag nahm Matthiessen noch am Potsdamer Firmenlauf teil, als er auf der Maulbeerallee zusammenbrach. Ein Veranstalter bestätigte, dass es zu einem Todesfall in Zusammenhang mit dem Event kam – vermutet wird, dass es sich um ihn handelte. Die schnelle Reaktion der Johanniter und eines Notarztes, die sofort mit der Reanimation begannen, konnte leider nicht mehr helfen.
Ein Leben für das Recht
Geboren 1964 in Schleswig-Holstein, studierte Matthiessen Rechtswissenschaften in Münster und Tübingen. Nach seiner Promotion 1983 arbeitete er zunächst als Rechtsanwalt, bevor er am 1. Juli 1994 in den richterlichen Dienst des Landes Brandenburg eintrat. Seine beeindruckende Karriere führte ihn durch verschiedene Positionen, unter anderem als Präsident der Landgerichte Frankfurt (Oder) und Berlin, bevor er im Oktober 2023 das Amt des Präsidenten des Potsdamer Landgerichts von Ramona Pisal übernahm. Die damalige Justizministerin Susanne Hoffmann (CDU) lobte seine Organisationsfähigkeit und Einsatzbereitschaft – Eigenschaften, die in der Justiz von unschätzbarem Wert sind.
Matthiessens Engagement ging über seine beruflichen Pflichten hinaus. Er war bekannt dafür, sich aktiv in die Gemeinschaft einzubringen, und viele schätzten seine menschliche Art. Ein Blick auf seine Laufbahn zeigt, wie sehr er für das Recht und die Menschen, die mit ihm zusammenarbeiteten, brannte. Sein Ausscheiden hinterlässt nicht nur einen Verlust für die Justiz, sondern auch für all jene, die das Vergnügen hatten, ihn zu kennen.
Ein schwerer Verlust für die Gemeinschaft
In den letzten Tagen hat sich die Nachricht über Matthiessens Tod in der gesamten Region verbreitet. Der Verlust eines so geschätzten Menschen wird nicht nur in rechtlichen Kreisen, sondern auch darüber hinaus spürbar sein. Seine Kollegen, Freunde und die Menschen, die er in seiner Karriere berührt hat, trauern um einen, der viel mehr war als nur ein Jurist – er war ein Mensch mit Herz und Verstand.
Die Trauerfeier wird mit Sicherheit eine Gelegenheit sein, um gemeinsam zu gedenken und zu feiern, was Matthiessen für alle bedeutete. Ein Mann, dessen Leben und Wirken in der Justiz unvergesslich bleiben wird, hinterlässt Spuren, die nicht so schnell verblassen werden. In dieser schweren Zeit sind die Gedanken bei seiner Familie, die in diesen Tagen mit einem unfassbaren Verlust zurechtkommen muss.
