Am kommenden Dienstag, dem 25. November 2025, lädt die Stadt Potsdam zur Hissung der UN-Women-Fahne ein, eine Veranstaltung, die nicht nur im Stadtkalender hoch im Kurs steht, sondern auch eine bedeutsame Botschaft transportiert. Ab 12:30 Uhr wird vor dem Rathaus in der Friedrich-Ebert-Straße ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen gesetzt. Diese traditionelle Veranstaltung findet anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen statt, der jährlich am 25. November gefeiert wird.

Die Hissung steht unter dem Motto, die anhaltende Gewalt gegen Frauen und Mädchen in verschiedenen Lebensbereichen zu thematisieren und für ein respektvolles, gleichberechtigtes Miteinander einzutreten. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel, die Gleichstellungsbeauftragte Potsdam, Claudia Sprengel, sowie eine Vertreterin des Autonomen Frauenzentrums Potsdam e.V. (AFZ) werden als Rednerinnen auftreten und das Publikum mit ihren Gedanken und Erfahrungen bereichern.

Ein bedeutender Tag mit internationaler Bedeutung

Der 25. November hat eine lange Geschichte. Er wurde 1981 von lateinamerikanischen und karibischen Feministinnen als Gedenktag ausgerufen, um an die Schwestern Mirabal zu erinnern, die 1960 in der Dominikanischen Republik brutal ermordet wurden. Offiziell von den Vereinten Nationen anerkannt wurde dieser Tag 1999 durch die Resolution 54/134, mit dem Ziel, Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen und Mädchen weltweit zu bekämpfen. Die Farbe Orange, die auf dem Event symbolisch eine Rolle spielt, steht dabei für eine Zukunft ohne Gewalt und ist Teil der UN-Kampagne „Orange The World“.

Die Themen, die an diesem Tag behandelt werden, sind ebenso wichtig wie vielfältig. Von Zwangsprostitution, über häusliche Gewalt bis hin zu Femizid – die Veranstaltung möchte auf diese und weitere drängende Probleme aufmerksam machen. In Deutschland wird die Aktion durch das nationale Komitee von UN Women unterstützt und unter anderem auch durch die Aktion „Orange Your City“, bei der am 25. November viele öffentliche Gebäude in orange beleuchtet werden.

Vergangenheit und Zukunft

2023 lag der Fokus auf Gewalt gegen Frauen im öffentlichen Leben, einschließlich der digitalen Welt. Auch die Schirmherrin der Veranstaltung, Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, hat sich in der Vergangenheit stark für die Rechte der Frauen eingesetzt. Unterstützt wird sie von prominenten Persönlichkeiten, wie der Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal und dem Fußballprofi Fabian Reese.

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Bereits seit 1981 engagieren sich verschiedene Menschenrechtsorganisationen, darunter „Terre des Femmes“ und „Zonta International“, um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen mit Veranstaltungen zu begehen. Unter anderem wird auch der „Roses Revolution Day“ gefeiert, bei dem Frauen Rosen vor Spitälern ablegen, in denen sie Gewalt in der Geburtshilfe erlebt haben.

Die Hissung der Fahne in Potsdam ist mehr als nur ein Symbol. Sie steht für die Gemeinschaft und das Engagement für eine Welt, in der Frauen und Mädchen in Sicherheit leben können. Die verschiedenen Rednerinnen werden ihre Stimme für alle Frauen erheben, die unter Gewalt leiden. Es ist eine Einladung an alle, sich zu solidarisieren und einzutreten für eine gerechtere Zukunft.

Seid dabei, wenn Potsdam ein starkes Zeichen setzt: Am 25. November, um 12:30 Uhr, vor dem Rathaus.