Im Herzen von Potsdam begeistert die Foyerausstellung „Licht An! Die Geschichte der Potsdamer Straßenbeleuchtung“ im Potsdam Museum nicht nur die Einheimischen, sondern zieht auch zahlreiche Besucher aus der Umgebung an. Seit ihrer Eröffnung haben bereits über 3.300 Menschen die Möglichkeit genutzt, die spannende Entwicklung von der Öllaterne bis zur Elektrifizierung der Stadt zu erkunden. Die Ausstellung, die bis zum 29. März 2026 verlängert wurde, zeigt originale Straßenleuchten aus der DDR-Zeit sowie die charakteristischen Ei-Leuchten, die von kleinen Drachen bewacht werden.

Besonders auffällig ist die pinke Schinkelleuchte, die vor dem Museum als leuchtender Wegweiser dient. Diese charmanten Details machen den Rundgang durch die Ausstellung zu einem besonderen Erlebnis. Museumsdirektor Thomas Steller empfiehlt, insbesondere den Blick auf den Alten Markt zu genießen, der abends mit besonderem Licht und Atmosphäre aufwartet. Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet und der Eintritt ist frei. Lediglich die Zugänglichkeit ist eingeschränkt, da Teile der Ausstellungsflächen im Treppenturm nicht barrierefrei sind.

Begleitpublikation und historische Einblicke

Zur Verlängerung der Ausstellung erscheint am 10. März eine begleitende Publikation, die Kurator Robert Leichsenring als „ausführlich und reich bebildert“ beschreibt. Diese ist für 8 Euro im Museumsshop erhältlich und bietet zusätzliche Informationen zur Geschichte der Potsdamer Straßenbeleuchtung. Historische Aspekte werden dabei nicht vernachlässigt, etwa die Rolle der Öllaternen, die einst Soldaten an der Flucht hinderten, sowie die Installation des Kandelabers an der Langen Brücke auf Wunsch des Kaisers.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Potsdam Museum und der Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH (SBP). Sie thematisiert die historische Entwicklung der öffentlichen Beleuchtung in Potsdam und verdeutlicht, wie essenziell Straßenbeleuchtung für die Sicherheit und Verkehrssicherheit in der Nacht ist. Wussten Sie, dass in Deutschland keine gesetzliche Pflicht zur Straßenbeleuchtung besteht, abgesehen von Baden-Württemberg und Bayern? Dies macht die Auseinandersetzung mit der Thematik umso spannender.

Von der Vergangenheit in die Zukunft

Die erste elektrische Straßenbeleuchtung in Deutschland wurde bereits 1882 in Nürnberg installiert. Heutzutage sind LED-Leuchten weit verbreitet, während Gasleuchten nur noch einen Bruchteil der Beleuchtung ausmachen. Wirtschaftliche und Umweltaspekte gewinnen zunehmend an Bedeutung, besonders seit dem Beleuchtungsverbot in Naturschutzgebieten seit dem 1. März 2022. Die Ausstellung bietet nicht nur einen Blick in die Vergangenheit, sondern regt auch zur Diskussion über die zukünftige Entwicklung der Straßenbeleuchtung an.

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Die Kombination aus historischen Exponaten und der eindrucksvollen Kulisse des Alten Marktes macht den Besuch im Potsdam Museum zu einem lohnenden Erlebnis. Wer mehr über die faszinierende Geschichte der Straßenbeleuchtung erfahren möchte, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen und die Ausstellung „Licht An!“ besuchen. Weitere Informationen sind auch auf der offiziellen Webseite des Potsdam Museums zu finden: hier.