Heute ist der 13. Februar 2026, ein Tag, der für viele Menschen mit Aberglauben verbunden ist. Der Freitag, der 13., gilt in vielen Kulturen als Unglückstag. Diese Überzeugung hat ihre Wurzeln in verschiedenen Traditionen und Volksglauben, die die Zahl 13 oft als Unglücksbringer sehen. So sind in Deutschland beispielsweise manchmal die 13. Etagen in Hochhäusern nicht vorhanden, und auch Flugzeuge verzichten auf eine Sitzreihe mit der Nummer 13. Statistiken zeigen jedoch, dass an diesen Tagen nicht mehr Unfälle passieren als an anderen Freitagen, was die Angst vor dieser Zahl als unbegründet erscheinen lässt.

In Potsdam sorgt der heutige Tag jedoch nicht nur für Aberglauben, sondern auch für politische Spannungen. Noosha Aubel, die parteilose Oberbürgermeisterin von Potsdam, die seit weniger als 100 Tagen im Amt ist, sieht sich bereits ernsthaften Herausforderungen gegenüber. Ihre Haushaltspläne und die damit verbundenen Einsparungen führen zu Protesten von Kulturschaffenden sowie Widerstand aus den Jugendhilfe- und Sozialausschüssen. Sozialträger haben sogar einen Brandbrief gegen die Kürzungspläne verfasst, während im Verwaltungsbereich mehr Mittel ausgegeben werden sollen. Aubel hat derzeit keine Mehrheit im Stadtparlament für ihren Haushaltsentwurf, was die Situation zusätzlich kompliziert.

Politische Herausforderungen und Widerstand

Die SPD, die 35 Jahre in Potsdam regiert hat, versucht, Aubel das Leben schwer zu machen. Dabei ist es auch wichtig zu erwähnen, dass Aubel möglicherweise die zweite Rathauschefin in der Geschichte Potsdams werden könnte; die erste war Brunhilde Hanke, die von 1961 bis 1984 im Amt war. Aubel, die von 2017 bis 2024 Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport in Potsdam war, hat eine progressive politische Haltung und setzt sich für Chancengleichheit sowie ökologische Stadtentwicklung ein.

Ein weiterer Aspekt, der die Herausforderungen für Aubel verstärkt, sind die neuen Mehrkosten in Millionenhöhe für die Tramstrecke nach Krampnitz, die 20 Millionen Euro teurer wird als ursprünglich geplant. Diese Kostensteigerung könnte die Haushaltskrise in Potsdam weiter verschärfen. Auch die AfD, die bei der Bundestagswahl 2025 in Potsdam 16,9% der Zweitstimmen erhielt, hat ihren Parteisitz nicht in Potsdam, obwohl sie dies erwogen hatte. Die politische Landschaft ist also angespannt und verlangt von Aubel eine geschickte und diplomatische Handhabung.

Kandidaturen und Wählerstimmen

Nach der Abwahl von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) unterstützt die Wählergruppe „Die Andere“ Noosha Aubel als überparteiliche Kandidatin. Diese Gruppe hat traditionell etwa 10% der Stimmen und verzichtet auf einen eigenen Kandidaten, um eine Zersplitterung der Stimmen zu vermeiden. Die SPD hat mit Severin Fischer einen Kandidaten aufgestellt, der als Wirtschaftsstaatssekretär aus Berlin keinen Bezug zu Potsdam hat, während die AfD mit Chaled-Uwe Said, dem Stadtfraktionschef der AfD, antritt. Auch die CDU ist mit Willo Göpel vertreten. Die Potsdamer Grünen unterstützen Aubels Kandidatur, was ihr politisches Standing stärkt.

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Die politischen Verhältnisse in Potsdam sind aktuell wie ein Schachspiel, bei dem jede Figur strategisch bewegt werden muss. Die Linke hat noch nicht entschieden, ob sie Aubel unterstützen wird, und die Ergebnisse der letzten Kommunalwahl zeigen, dass die Linke nur fünf Sitze in der Stadtverordnetenversammlung erzielt hat. Die SPD hat elf Sitze, Grüne, CDU und AfD jeweils acht Sitze, „Die Andere“ sechs und die BSW-nahe Liste von Hans-Jürgen Scharfenberg drei Sitze.

Inmitten dieser politischen Turbulenzen ist es für Aubel entscheidend, das Vertrauen der Bürger zu gewinnen und die Stadt Potsdam auf einen stabilen Kurs zu bringen. Aberglaube hin oder her, die Herausforderungen, die sie als Oberbürgermeisterin meistern muss, sind real und erfordern sowohl Geschick als auch Entschlossenheit. In einer Zeit, in der viele Menschen an einem Freitag, dem 13., an Unglück denken, könnte Aubel vielleicht der Glücksbringer für Potsdam werden.

Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in Potsdam können Sie die vollständigen Artikel unter Tagesspiegel und ND Aktuell nachlesen.