Potsdam im kreativen Aufbruch: Rechenzentrum darf bis 2033 bleiben – doch die Uhr tickt!
Heute ist der 17.06.2026 und in Potsdam gibt es spannende Neuigkeiten! Das Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum, ein Ort voller Inspiration und kreativer Köpfe, darf bis 2033 bleiben. Ein erfreulicher Beschluss, der zwischen der Oberbürgermeisterin Noosha Aubel, der Stiftung Garnisonkirche und der Betreiberin des Rechenzentrums ausgehandelt wurde. Doch aufgepasst! Die Stadtverordneten müssen noch einen entscheidenden Beschluss fassen, andernfalls wäre die Nutzung ab dem 1. August 2026 nicht mehr zulässig. Ein bisschen wie ein spannendes Theaterstück, bei dem die Hauptdarsteller noch nicht ganz festgelegt sind.
Die Grundlage für diese Weiterführung ist eine Änderung des Bebauungsplans. Es klingt fast wie ein bürokratisches Rätsel, und tatsächlich: Mit Ablauf der Frist gelten die Ziele des bisherigen Plans fort, der einen Abriss des Rechenzentrums vorsieht. Ein schwerer Schlag für die kreative Szene! Die Stiftung Sozialpädagogisches Institut Berlin (SPI) hat bereits einer Vereinbarung zugestimmt, die finanzielle Auswirkungen der Grundstücksnutzung regelt. Auch die Stiftung Garnisonkirche hat grünes Licht für die Fortsetzung des Konzessionsvertrages mit der SPI gegeben – und das für weitere sieben Jahre! Ein kleines Stückchen Hoffnung in dieser verworrenen Geschichte.
Der historische Kontext
Die Debatte um das Rechenzentrum ist jedoch nicht nur eine Frage der Gegenwart. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich ebenfalls für den Erhalt des Rechenzentrums ausgesprochen. Das ist ein starkes Zeichen! Und während die Garnisonkirche, die in der DDR-Zeit erbaut wurde, wieder aufersteht, bleibt die Frage, wie man mit den historischen Aspekten umgeht. Der Ort hat eine bewegte Geschichte – denken wir nur an den „Tag von Potsdam“ 1933. Komischerweise ist der Wiederaufbau umstritten, trotz des frisch eröffneten Kirchturms, der das Rechenzentrum jetzt umschließt. Manchmal fragt man sich, ob wir aus der Geschichte lernen oder sie einfach nur wiederholen.
Ein Blick über den Tellerrand zeigt, dass nicht nur in Potsdam historische Gebäude stehen, die um ihre Nutzung kämpfen. Viele Stadtschlösser, Kirchen und alte Fabrikgebäude in ganz Deutschland stehen leer und sind sanierungsbedürftig. Die ursprünglichen Nutzungen dieser Gebäude sind oft obsolet geworden. Ein Forschungsvorhaben im Rahmen der Städtebaulichen Begleitforschung hat sich genau mit diesen Themen beschäftigt und untersucht, wie Kommunen neue Nutzungsperspektiven entwickeln können. Sechs Modellvorhaben wurden umgesetzt, um herauszufinden, welche Ansätze funktionieren!
Modellvorhaben für die Zukunft
Unter den Projekten finden wir das Stadtbad in Luckenwalde und das Bischofsschloss in Markdorf – jedes mit seinen eigenen Herausforderungen und Chancen. Auch der Gutshof Krone in Erkheim, direkt aus Bayern, steht auf dieser Liste. Diese Auswahl zeigt: Historische Gebäude sind nicht nur Relikte der Vergangenheit, sie können auch Teil der Zukunft sein. Die Ergebnisse dieser Modellvorhaben bieten wichtige Grundlagen für schrittweises Handeln und kommunale Instrumentarien zur Entwicklung im Bestand.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die wissenschaftliche Begleitung durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Hier wird nicht nur geforscht, sondern auch an konkreten Lösungen gearbeitet! Die Publikation „Zukunft im Bestand“ gibt einen Überblick über die Erkenntnisse und leitet ab, wie die Entwicklungsperspektiven gefördert werden können. Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln werden, nicht nur für das Rechenzentrum, sondern für viele historische Gebäude, die auf einen Neuanfang hoffen.
