Weltkriegsbombe im Potsdamer Forst erfolgreich entschärft!
Im Potsdamer Forst östlich der Michendorfer Chaussee sorgte ein bereits seit einigen Tagen bekannter Fund für einiges an Aufregung: Eine 250 Kilogramm schwere US-amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg musste entschärft werden. Der Sperrkreis um den Fundort wurde heute, am 27. November 2025, geräumt, nachdem die Einsatzleitung um 09:05 Uhr die Freigabe gab. Sprengmeister Mike Schwitzke und sein Team vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg machten sich umgehend ans Werk, um die Bombenentschärfung durchzuführen, wie Potsdam.de berichtet.
Ab den frühen Morgenstunden waren Polizei, Feuerwehr und Mitarbeiter des Ordnungsamtes im Einsatz, um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten. Der Sperrkreis erstreckte sich über einen Radius von 800 Metern und umfasste unter anderem das Geoforschungszentrum, den Neuen Friedhof, die Preußenschänke sowie ein Gewerbegebiet und das ehemalige Telekomgelände. Glücklicherweise waren Wohnhäuser von der Sperrung nicht betroffen, und die größeren Verkehrsstraßen wie die B2 und die Michendorfer Chaussee blieben befahrbar.
Sichere Entschärfung
Um 10:32 Uhr wurde der Zünder der Bombe unschädlich gemacht. Die Entschärfung verlief unter der Aufsicht von Mike Schwitzke und seinem Kollegen Markus Kreuzer, die beiden vom Kampfmittelbeseitigungsdienst sind geübte Profis in solch gefährlichen Situationen. Laut Tagesspiegel wurde die Sperrzone nach der erfolgreichen Entschärfung sofort aufgehoben – ein Grund zum Aufatmen für die Einsatzkräfte und die Anwohner!
Für die Sicherheit der Tiere im Falkenhof wurde ebenfalls gesorgt, während der gesamte Revisionsprozess ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Die Einsatzleitung verlief reibungslos und Oberbürgermeisterin Noosha Aubel sprach ihren Dank an die über 130 Beteiligten aus, die im Rahmen dieses ersten Munitionsfunds des Jahres 2025 in Potsdam agierten.
Historischer Kontext
Der heute erfolgte Einsatz ist bereits die 211. Entschärfung eines Weltkriegsbombenfunds in Potsdam seit 1990. Diese Einsätze sind Teil einer kontinuierlichen Kampfmittelbeseitigung, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland in verschiedenen Formen organisiert wurde. Die Kampfmittelbeseitigung umfasst sowohl zivile als auch militärische Maßnahmen, um Leben zu schützen und Gefahren abzuwenden. Dabei wird besonders an Orten mit Kampfmittelverdachtsflächen vor städtischen oder privaten Baumaßnahmen nach Munition gesucht.
Ein tiefes Verständnis für die langfristigen Auswirkungen des Krieges auf die heutige Gesellschaft ist notwendig. Während des Zweiten Weltkriegs erlitten die Menschen in Potsdam massive Verluste, und die Nachwirkungen jener Zeit sind bis heute spürbar. Die Bombardierungen, die bereits 1940 begannen und ihren Höhepunkt 1945 erreichten, hinterließen viele noch nicht geborgene Sprengkörper in der Region.
Für Bewohner und Besucher der Stadt ist es wichtig zu wissen, dass die Entschärfung von Kampfmitteln strengen Sicherheitsvorkehrungen unterliegt und von Fachleuten durchgeführt wird, die wissen, wie sie mit solchen gefährlichen Materialien verantwortungsbewusst umgehen. Informationen zu aktuellen Sperrungen und weiteren Details zur Bombenentschärfung sind auf der Webseite der Stadt Potsdam verfügbar und dienen der Information der Bürger.
